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Fußball-Regionalliga Südwest: Viel Leerlauf und keine Tore im Derby

Fußball-Regionalliga Südwest : Viel Leerlauf und keine Tore im Derby

Die SV Elversberg und der 1. FC Saarbrücken haben sich gestern im Saarderby der Regionalliga vor 7819 Zuschauern mit 0:0 voneinander getrennt.

Das 23. Derby zwischen der SV Elversberg und dem 1. FC Saarbrücken war eines der schwächsten. Mit einem torlosen Remis endete das Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga Südwest gestern Abend. Dabei passierte auf dem Rasen und bei den Fans auf der Tribüne so gut wie nichts. Patrick Schmidt hatte die beste Torchance für den FCS in der 15. Minute. Er setzte einen Kopfball neben das Tor. Und für die SV Elversberg traf Neuzugang Benno Mohr, an dem im vergangenen Winter auch die Blau-Schwarzen Interesse hatten, nach dem Seitenwechsel aus 16 Metern nur die Querlatte des FCS-Tores. Viel mehr passierte an der Kaiserlinde nicht.

FCS-Trainer Dirk Lottner hatte seine Startelf nach dem 4:1-Sieg am Freitag beim SSV Ulm nur auf einer Position verändert. Für Marco Holz spielte Oliver Oschkenat von Beginn an im defensiven Mittelfeld. SVE-Trainer Karsten Neitzel krempelte seine Mannschaft nach dem enttäuschenden 0:0 am Samstag zuhause gegen Aufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf gehörig um. Für den am Knie verletzten Innenverteider Kevin Maek spielte Marco Kofler. Und für Linksaußen Milad Salem durfte der Saarländer Benno Mohr von Beginn an ran. Für Stürmer Johannes Rahn bot Neitzel Defensivspieler Bryan Gaul auf und setzte somit auf eine Defensivtaktik.

Edmond Kapllani, der SVE-Topstürmer der vergangenen Saison, stand aus Leistungsgründen ebenso nicht im Kader wie Stürmer Julius Perstaller, der in der vergangenen Saison beide Spiele gegen den FCS mit seinen Toren entschied (jeweils 2:1 für die SVE).

Vor 7819 Zuschauern an der Kaiserlinde in Elversberg verlief die Anfangsviertelstunde harmlos. Aber dann: Die SVE-Abwehr war nach einem Saarbrücker Befreiungsschlag nicht gut sortiert, und der FCS konterte schnell. Tobias Jänicke flankte von der rechten Seite mustergültig in die Mitte auf Patrick Schmidt, doch der FCS-Topstürmer köpfte aus fünf Metern völlig freistehend einen Meter am SVE-Tor vorbei (15.). Zwei Minuten später hatte auch die SV Elversberg ihre erste gute Offensivaktion. Lukas Kohler zog aus 20 Metern ab, doch der Ex-Elversberger Daniel Batz im FCS-Tor konnte den Ball zur Seite abwehren.

Allerdings verflachte das Spiel relativ schnell wieder, und Torraumszenen waren Mangelware. In der 28. Minute musste SVE-Trainer Neitzel zum ersten Mal auswechseln. Bei Aleksandar Stevanovic brach eine Sprunggelenksverletzung wieder auf. Und so wurde der Spielmacher durch den zweitliga-erfahrenen Ex-Karlsruher Gaetan Krebs ersetzt. Mehr passierte im ersten Durchgang nicht – der Derby-Charakter fehlte sowohl auf dem Platz als auch bei den Fans auf den Rängen. Nicht nur FCS-Vizepräsident Dieter Ferner sprach bei seinem Halbzeit-Fazit von einem „ziemlich zerfahrenen Spiel“. SVE-Sportdirektor Roland Seitz sagte: „Alles ist gut. So sind nun mal Derbys.“

Wieder auf dem Platz, legte die SV Elversberg einen Blitzstart hin. Florian Bichler scheiterte mit einem Schuss aus zwölf Metern an Batz (45.). Und nur eine Minute später schoss Mohr aus 16 Metern an die Querlatte des FCS-Tores. Glück für die Gäste aus der Landeshauptstadt. FCS-Trainer Lottner versuchte, von außen dagegenzusteuern und wechselte in der 56. Minute gleich zweimal. Für Spielmacher Markus Obernosterer kam Martin Dausch in die Partie, für Steven Zellner kam Marco Holz. Der FCS bekam nach den Wechseln tatsächlich Aufwind, doch Schmidt nutzte zwei weitere Torchancen nicht. Der FCS-Stürmer köpfte einen Meter über das Tor (58.). Und eine Minute später blockte Kofler einen Schuss von Schmidt gerade noch zur Ecke. Mehr passierte an der Kaiserlinde nicht.

SVE-Trainer Karsten Neitzel meinte nach dem Spiel: „Das 0:0 ist okay für uns. Man hat heute gesehen, dass der ein oder andere besser kicken kann als am Samstag.“ Auch FCS-Kapitän Manuel Zeitz konnte „mit dem Punkt leben“. Er meinte: „Immerhin haben wir auswärts beim amtierenden Meister nicht verloren.“