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Fußball-Bundesliga
Videobeweis auch in der nächsten Saison

Frankfurt. Schiedsrichter-Chef Fröhlich geht von einer Verlängerung der Testphase aus.

Kurz vor der Entscheidung über den Einsatz des Videobeweises bei der Fußball-WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) hat sich der deutsche Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich für eine Verlängerung des Tests in der Bundesliga ausgesprochen. „Davon gehe ich aus“, antwortete Fröhlich im kicker auf die Frage, ob das technische Hilfsmittel auch in der nächsten Saison eingesetzt wird: „Vielleicht wird auch die Testphase verlängert. Wir wollen und müssen weiter Erfahrung sammeln, uns mit den Clubs austauschen und das Instrument Video-Assistent weiterentwickeln.“


Am 3. März entscheiden die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) in Zürich über einen Einsatz des technischen Hilfsmittels. Sollte das IFAB wie erwartet grünes Licht geben, müsste noch das Council des Weltverbands Fifa am 15./16. März in Bogota/Kolumbien zustimmen.

Laut Fröhlich gibt es für die Bundesliga die Überlegung, die Transparenz für die Zuschauer im Stadion zu verbessern. „Es gibt Überlegungen, eine standardisierte Kommunikation für die Schiedsrichter zu entwickeln“, sagte der 60-Jährige: Wenn ein Check in einen Reviewprozess mündet, dann sollte es darüber auch mehr öffentliche Transparenz geben. Das ist zumindest das Ziel.“



Mit Blick auf Abseitsentscheidungen gibt es vorerst keine technische Verbesserung. „Kalibrierte Linien gibt es nach wie vor nicht, die Fifa hat noch keine Version eines Dienstleisters zertifiziert“, sagte Fröhlich. Der Ärger über angebliche Ungerechtigkeiten wird nach Ansicht des Schiedsrichter-Chefs nicht verschwinden. „Das wird es im Fußball immer geben, dass jemand sagt: Da hat es Elfmeter gegeben und bei uns in einer vergleichbaren Szene nicht“, sagte Fröhlich.“