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VfB hofft auf ein kleines Wunder

VfB hofft auf ein kleines Wunder

Stuttgart. Als krasser Außenseiter hofft der VfB Stuttgart im Champions-League-Heimspiel gegen den übermächtigen FC Sevilla auf ein kleines Fußball-Wunder. "Das ist ein extrem starker Gegner, einer der Top-Clubs in Europa. Aber wir haben die Chance, etwas Außergewöhnliches zu schaffen

Stuttgart. Als krasser Außenseiter hofft der VfB Stuttgart im Champions-League-Heimspiel gegen den übermächtigen FC Sevilla auf ein kleines Fußball-Wunder. "Das ist ein extrem starker Gegner, einer der Top-Clubs in Europa. Aber wir haben die Chance, etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Wir können nichts verlieren, wir können nur gewinnen", machte Teamchef Markus Babbel sich und seinen verunsicherten Schützlingen vor der kaum lösbar erscheinenden Bewährungsprobe Mut. "Es tut gut, nicht der Favorit zu sein."

Babbels Zuversicht basiert auf "den Leistungen gegen Schalke, wo nur das Ergebnis nicht gestimmt" habe. "Wir sind auf dem Weg nach oben." Realistisch betrachtet, droht den seit Wochen schwächelnden Schwaben heute (20.45 Uhr/Sky) gegen den spanischen Spitzenclub allerdings die nächste Schlappe.

Für den VfB steht nach dem enttäuschenden Start mit zwei mageren Unentscheiden die Zukunft in der Königsklasse auf dem Spiel. Und auch Babbel dürfte im Fall einer Niederlage noch stärker in die Kritik geraten. Dies lässt den trotz des enormen Drucks erstaunlich ruhig und stabil wirkenden Bayern kalt. "Es geht nicht um Markus Babbel, sondern um den VfB Stuttgart", sagte er. "Ich kann nicht von meinen Spielern verlangen, sie sollen kämpfen und Leidenschaft zeigen, wenn ich mir einen Kopf um meinen Job mache."

Obwohl sich die Stuttgarter in der Bundesliga "definitiv im Abstiegskampf" befinden, hofft Sportdirektor Horst Heldt in der Champions League auf einen Befreiungsschlag: "Es ist keine leichte Aufgabe. Trotzdem sind wir in der Lage, gegen so einen starken Gegner zu bestehen." VfB-Vorgabe ist der Einzug ins Achtelfinale. Da die noch ungeschlagenen Andalusier für das Trio Stuttgart, Glasgow und Urziceni offensichtlich eine Nummer zu groß sind, peilen die Schwaben wenigstens Platz zwei in Gruppe G an.

Schon beim ersten Vergleich voriges Jahr in der Uefa-Cup-Gruppenphase musste der VfB beim 0:2 in Sevilla schmerzhaft seine spielerischen Grenzen erkennen. In dieser Saison scheint der Tabellendritte der Primera División noch einen Tick stärker zu sein. "Sevilla ist gespickt mit Ausnahmekönnern", so VfB-Innenverteidiger Khalid Boulahrouz, der früher bei den Spaniern gespielt hat. "Dazu spielen sie schnellen, technisch feinen Offensivfußball, ohne dabei den Körpereinsatz zu vergessen. Sie sind qualitativ besser als der VfB."