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Vettel wird ein Bulle bleiben

Vettel wird ein Bulle bleiben

Silverstone. Sebastian Vettel hält Red Bull die Treue. Kein Wechsel zu Ferrari. Kein Vorvertrag bei den Italienern - der Formel-1-Weltmeister hat intern ein Machtwort gesprochen und vor dem Rennen am Sonntag in Silverstone für Klarheit gesorgt. "Ich habe mit Sebastian über alles gesprochen

Silverstone. Sebastian Vettel hält Red Bull die Treue. Kein Wechsel zu Ferrari. Kein Vorvertrag bei den Italienern - der Formel-1-Weltmeister hat intern ein Machtwort gesprochen und vor dem Rennen am Sonntag in Silverstone für Klarheit gesorgt. "Ich habe mit Sebastian über alles gesprochen. Er sagte dabei, dass es keine Gespräche mit Ferrari gegeben und er auch nichts bei Ferrari unterschrieben habe", wird Red-Bull-Teamchef Christian Horner vom britischen Fach-Magazin "autosport" zitiert.Vettels Vertrag bei Red Bull läuft noch bis Saisonende 2014. "Er wird bis 2014 für uns fahren und vielleicht sogar darüber hinaus", sagte Horner. Vettel habe versichert, dass er sich sehr wohl fühle: "Sebastian ist mit dem Team schon seit mehr als zwölf Jahren eng verbunden - und er wird uns noch einige Jahre erhalten bleiben." Inzwischen nimmt der Teamchef die Wechselgerüchte mit Humor. Fast jeder Kopf von Red Bull sei in dieser Saison irgendwann schon mal bei Ferrari gewesen. Konstrukteur Adrian Newey, Vettel und Teamkollege Mark Webber und auch er selbst, sagte Horner: "Das wird wohl immer so weitergehen."

Bei Vettel scheint also alles klar. Jetzt kommt auch in den "Fall Michael Schumacher" langsam Bewegung. Der Rekordweltmeister mauert seit Wochen und blockt bohrende Nachfragen ab. Dafür gibt Arbeitgeber Mercedes nun Gas und drängt auf eine Entscheidung. Die Eile ist verständlich, denn spätestens im August werden in der Formel 1 in aller Regel die Weichen für das nächste Jahr gestellt. Eine Entscheidung über Schumachers Zukunft soll in den nächsten sechs Wochen fallen. Das sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Sobald die Entscheidung getroffen wurde, wissen wir, ob wir uns nach neuen Fahrern umsehen müssen", sagte er. Als möglicher Nachfolger wird der Brite Paul di Resta gehandelt, der derzeit bei Force India unter Vertrag steht.

Schumacher war 2010 nach drei Jahren Pause zurückgekehrt. Bislang hat der Rekordweltmeister die Erwartungen nicht erfüllt. Der 43-Jährige steht im Schatten seines Kollegen Nico Rosberg, der Mercedes in diesem Jahr auch den ersten Sieg bescherte. Zuletzt in Valencia belegte Schumacher den dritten Platz und stand erstmals seit seiner Rückkehr auf dem Podest. dapd