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Verwirrspiel um Chefposten beim Tennis-Bund

Verwirrspiel um Chefposten beim Tennis-Bund

Wimbledon-Sieger Michael Stich hat die jüngsten Aussagen des Bundesausschuss-Vorsitzenden Robert Hampe über seine Ambitionen im Deutschen Tennis-Bund relativiert. "Ich habe nur gesagt, dass ich kein eigenes Team aufstellen kann.

Aber ich stünde für ein Übergangspräsidium durchaus als Präsident zur Verfügung, würde aber ebenso als Vizepräsident antreten", sagte Stich dem "Hamburger Abendblatt". Zuvor hatte Hampe erklärt, dass Stich nicht als DTB-Chef kandidieren wolle, sondern nur als Vizepräsident.

"Es fehlt ihm bis zur Mitgliederversammlung die Zeit, eine Mannschaft zusammenzustellen, um als Präsident zu kandidieren", sagte Hampe, der sich seit Tagen dafür einsetzt, Stich in die Verbandsarbeit einzubinden. Als einziger Kandidat für die Nachfolge von Karl-Georg Altenburg galt lange der rheinland-pfälzische Verbandschef Ulrich Klaus. Dessen Verhältnis zu Stich gilt aber als äußerst angespannt.

Stich hatte den Landespräsidenten am Sonntag in Hamburg sein Konzept vorgestellt und dabei nach Aussage von Hampe einen "beeindruckenden" Vortrag gehalten. Der Bundesausschuss hatte danach vereinbart, dass Stich, Klaus und der bayerische Landespräsident Helmut Schmidbauer sich untereinander verständigen sollten, wer sich mit wem eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Schmidbauer schloss am Dienstag eine eigene Kandidatur "aus beruflichen Gründen" nahezu aus.