"Verdammt nochmal, wir sind Fußballer"

Kaiserslautern. Die Ansprüche bei Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern haben sich deutlich reduziert. "Ich wünsche mir nur eines. Dass wir endlich einmal ein Spiel zuhause gewinnen", sagt Trainer Milan Sasic und denkt dabei an die seit Monaten darbenden Fans der Roten Teufel. Heute um 17.30 Uhr tritt der FC Augsburg auf dem Betzenberg an

 FCK-Trainer Milan Sasic nahm seine Mannschaft vor dem Spiel heute gegen den FC Augsburg in die Pflicht. Foto: dpa -

FCK-Trainer Milan Sasic nahm seine Mannschaft vor dem Spiel heute gegen den FC Augsburg in die Pflicht. Foto: dpa -

Kaiserslautern. Die Ansprüche bei Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern haben sich deutlich reduziert. "Ich wünsche mir nur eines. Dass wir endlich einmal ein Spiel zuhause gewinnen", sagt Trainer Milan Sasic und denkt dabei an die seit Monaten darbenden Fans der Roten Teufel. Heute um 17.30 Uhr tritt der FC Augsburg auf dem Betzenberg an. Dann bietet sich den Lauterern die nächste Chance, den ersten Heimsieg unter Sasic einzufahren und die Serie von sieben sieglosen Partien auf eigenem Platz zu durchbrechen. "Es kommt ein Gegner, der dieses Jahr nicht viel besser gespielt hat als wir", versucht Sasic, Mut zu machen. Doch die Worte des Trainers klingen eher wie das sprichwörtliche Pfeifen im Walde.

Natürlich werden Trainer und Mannschaft um den Klassenerhalt kämpfen, solange er rechnerisch noch möglich ist. Doch angesichts von acht Punkten Rückstand auf Rang 14 bei sechs noch ausstehenden Spielen bräuchten die Lauterer ein mittleres Wunder, um nicht abzusteigen.

Einzig der Vertrag von Torwart Tobias Sippel gilt auch für die Dritte Liga, alle anderen Kontrakte werden aufgelöst oder laufen ohnehin aus. Angesichts der über weite Strecken der Saison unterirdischen Leistungen fast aller Feldspieler werden Fans und Verantwortliche kaum jemandem eine Träne nachweinen. Der neue Vorstandschef Stefan Kuntz kündigte am Sonntag bereits an, dass es am Ende der Saison unabhängig von der Liga einen "Radikalschnitt" geben wird. Bei einer Reduzierung der Fernsehgelder in der Dritten Liga um fast 90 Prozent (von derzeit fünf Millionen auf dann rund 600000 Euro) und deutlich niedrigeren Sponsorengeldern wird dieser Schnitt wohl auch vor denjenigen Mitarbeitern des Vereins nicht halt machen, die davon wesentlich härter getroffen werden als gut bezahlte Profifußballer.

Mit Innenverteidiger Moussa Ouattara fehlt heute einer der wenigen, auf die sich Sasic meist verlassen konnte. "Ouattara fordert die Zweikämpfe, geht dahin, wo es weh tut", sagt Sasic. Im Lob steckt aber auch eine Menge Kritik. "Alles zu geben ist Minimum. Da dürften wir gar nicht drüber reden", sagt der Kroate und schiebt hinterher: "Verdammt nochmal, wir sind Fußballer."

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