| 21:19 Uhr

Ex-Saarbrücker ist Rebell
Verbandspräsident in den USA: Wynalda ist Außenseiter

Orlando. (dpa) Die Welt-Sportart Fußball fasst trotz des grandiosen Potenzials seit Jahrzehnten nicht Fuß in den USA. Die an diesem Samstag unter Floridas südlicher Sonne in Orlando bevorstehende Wahl des neuen Präsidenten des US-Fußballverbandes USSF (United States Soccer Federation) wird vor diesem Hintergrund mehr als ein Beleg für das Dilemma gewertet, denn als eine Lösung. Nicht weniger als acht Kandidaten, darunter zwei Frauen, bewerben sich für den unbezahlten Posten an der Verbandsspitze – ein Novum. Amtsinhaber Sunil Gulati war nach der gescheiterten Qualifikation der US-Boys für die WM in Russland zurückgetreten.

(dpa) Die Welt-Sportart Fußball fasst trotz des grandiosen Potenzials seit Jahrzehnten nicht Fuß in den USA. Die an diesem Samstag unter Floridas südlicher Sonne in Orlando bevorstehende Wahl des neuen Präsidenten des US-Fußballverbandes USSF (United States Soccer Federation) wird vor diesem Hintergrund mehr als ein Beleg für das Dilemma gewertet, denn als eine Lösung. Nicht weniger als acht Kandidaten, darunter zwei Frauen, bewerben sich für den unbezahlten Posten an der Verbandsspitze – ein Novum. Amtsinhaber Sunil Gulati war nach der gescheiterten Qualifikation der US-Boys für die WM in Russland zurückgetreten.


Mit den Kaliforniern Eric Wynalda (früher 1. FC Saarbrücken, VfL Bochum) und Paul Caligiuri (Hamburger SV) sind auch zwei ehemalige Bundesliga-Profis dabei. Das Achter-Feld liefert sich seit Wochen einen teils erbittert geführten Wahlkampf – Hauen und Stechen hinter den Kulissen inklusive.

Es ist ein Kampf zwischen Establishment und Rebellen: Kandidaten wie Kathy Carter, mächtige Liga-Managerin der US-Liga Major League Soccer (MLS), geht es vor allem darum, den US-Fußball wirtschaftlich so rentabel zu machen, dass er aus sich selbst heraus wachsen kann – mit allen Begleiterscheinungen des durchkommerzialisierten US-Profisports. Rebellen wie Torfrauen-Legende Hope Solo finden das abstoßend. Sie will mehr Transparenz und mehr Mitspracherechte für die Spieler. Favoriten sind der bisherige Vizepräsident Carlos Cordeiro, Kathy Carter sowie Ex-Nationalspieler Kyle Martino. Wynalda, der als Rebell gilt, werden Außenseiter-Chancen eingeräumt.