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Venus triumphiert in Luxemburg

Venus triumphiert in Luxemburg

Luxemburg. Venus Williams wollte das Finale unbedingt mit einem Ass beenden. Aber das war ihr gestern nicht vergönnt. Trotzdem gewann die US-Amerikanerin das Finale des WTA-Tennisturniers im Sportcenter Kockelscheuer in Luxemburg absolut souverän. Nach einer Stunde und 22 Minuten hatte Williams die Rumänin Monica Niculescu mit 6:2, 6:3 besiegt

Luxemburg. Venus Williams wollte das Finale unbedingt mit einem Ass beenden. Aber das war ihr gestern nicht vergönnt. Trotzdem gewann die US-Amerikanerin das Finale des WTA-Tennisturniers im Sportcenter Kockelscheuer in Luxemburg absolut souverän. Nach einer Stunde und 22 Minuten hatte Williams die Rumänin Monica Niculescu mit 6:2, 6:3 besiegt.

"Eine unglaubliche Woche"

"Es war eine unglaubliche Woche für mich", sagte Williams freudestrahlend, auch wenn sie sicherlich nicht ihr allerbestes Tennis zeigte. Ein Beispiel: Ihre ersten Aufschläge kamen mit 100 bis 130 Stundenkilometern an. In ihren besten Zeiten hatten sie um die 200 Stundenkilometer erreicht. Trotzdem war das Turnier für Williams, die wegen einer Autoimmunkrankheit (Sjögren Syndrom) lange pausieren musste, ein Schritt nach vorne. "Es ging mir vorrangig darum, das Spiel zu kontrollieren", sagte Williams über das Finale. Und das tat sie. Mit langen, harten und vor allem präzisen Bällen setzte sie Niculescu stetig unter Druck. Die Rumänin kämpfte zwar, wirkte aber oft hilflos. "Es ist ein toller Moment, nach so vielen Jahren wieder einen Einzeltitel zu gewinnen", sagte Williams. Ihre letzten holte sie 2010 in Dubai und Acapulco. "Ich habe nie aufgehört, daran zu glauben und dafür zu kämpfen", betonte Williams.Die 32-Jährige war nicht die einzige, die gestern rundum zufrieden war. "Wir waren verdammt froh, dass sie überhaupt nach Luxemburg gekommen ist", sagte Danielle Maas, Turnierdirektorin der Luxemburg Open. Nach 2006 war es Williams' zweite Teilnahme in Luxemburg. Aber damals verabschiedete sie sich in Runde eins. "Umso mehr freut es uns, dass sie hier ihren ersten Titel gewonnen hat", sagte Maas.

Nachdem Williams in der ersten Runde das Schweizer Talent Belinda Bencic mit 6:3 und 6:1 bezwungen hatte, schaltete sie in Runde zwei Mona Barthel (7:6, 6:4) aus. Im Viertelfinale warf sie die an Nummer eins gesetzte Italienerin Roberta Vinci aus dem Turnier (7:6, 6:4), bevor sie am Samstagabend das vorgezogene Finale gegen Andrea Petkovic in drei Sätzen (5:7, 6:4, 6:4) für sich entschied.

Auch Petkovic ist zufrieden

Trotz der Niederlage gegen Williams war auch Petkovic richtig glücklich. So viel Spaß hatte sie auf dem Tennisplatz schon lange nicht mehr. "Luxemburg ist definitiv meine Lieblingserinnerung 2012", sagte die lange verletzte Darmstädterin nach der besten Woche seit ihrer Rückkehr auf die Tour: "Das war das erste Turnier seit meinem Comeback, bei dem ich mich wie die alte Andrea Petkovic gefühlt habe. Das ist sehr wichtig für mich, weil ich in den vergangenen Wochen an mir gezweifelt habe." Erstmals seit Monaten habe sie sich frei in ihren Bewegungen gefühlt und unheimlich viel Selbstvertrauen für 2013 getankt, befand die Darmstädterin.Petkovic musste in den vergangenen zwölf Monaten gleich zwei lange Zwangspausen verdauen, so recht in Schwung kam die einstige Top-Ten-Spielerin seit ihrer erneuten Rückkehr im August nicht. In der Weltrangliste fiel Petkovic bis auf Platz 182 zurück. "Mein Comeback hat sich auf jeden Fall gelohnt", unterstrich Petkovic.