Unverhältnismäßig? Uefa ermittelt gegen Paris St. Germain

Unverhältnismäßig? Uefa ermittelt gegen Paris St. Germain

Die Uefa macht Ernst: Als erster bedeutender europäischer Club ist Paris St. Germain ins Fadenkreuz der Fahnder der Europäischen Fußball-Union (Uefa) geraten.

Schon zwei Mal mussten Vertreter des Vereins in den vergangenen Monaten am Uefa-Sitz in Nyon antreten, um einen Sponsoren-Vertrag zu rechtfertigen. Heute tritt PSG im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Chelsea an (20.45 Uhr). Das Hinspiel in Paris hatte der französische Meister mit 3:1 gewonnen.

QTA, das Touristen-Werbebüro für Katar, überweist jährlich 200 Millionen Euro an Paris St. Germain, damit der Verein Werbung dafür macht, Urlaub im Wüstenland zu buchen. Unverhältnismäßig hoch findet die unabhängige Uefa-Kontrollinstanz der Finanzen der Clubs, die an Champions League oder Europa League teilnehmen, diese Summe. Zum Vergleich: Der Vertrag zwischen Manchester City und Abu Dhabi Tourismus beläuft sich auf 15 Millionen Euro.

Der Verdacht liegt nahe, dass Paris St. Germain mit dem Sponsoren-Vertrag die 45 Millionen Euro Netto-Schulden, die der Club in dieser und der kommenden Saison noch machen darf, finanzieren möchte. Falls die Uefa den Vertrag für "unverhältnismäßig" hält, kann sie den Verein mit einer Transfersperre belegen oder ihm in letzter Instanz sogar Titel entziehen. Ein Urteil wird Ende April erwartet.