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FC Homburg
Unter Geitlinger erlebte der FCH seine erfolgreichste Zeit

Geitlinger Udo, der langjährige 1. Vorsitzende des FC Homburg.
Geitlinger Udo, der langjährige 1. Vorsitzende des FC Homburg. FOTO: EliaScan / Hartung
Homburg. Langjähriger Homburger Vorsitzender mit 79 gestorben. Von Ralph Tiné

Kaum ein Name ist mit dem FC Homburg so eng verwoben wie der von Udo Geitlinger. 29 Jahre lang, von 1970 bis 1999, war er 1. Vorsitzender der Grün-Weißen. In dieser Woche ist der Bauunternehmer, der seit seinem Abgang in Homburg in Frankreich gelebt hatte, im Alter von 79 Jahren nach langer Krankheit gestorben.


„Er war einfach ein Typ und ein Macher. Udo Geitlinger scheute sich nicht, auch mal ein Risiko einzugehen und hat immer nach dem Motto gehandelt: Was ich nicht anpacke, packt keiner an“, sagt der heutige FCH-Vorstandschef Herbert Eder über seinen Vorgänger. „Ich habe es als eine Ehre empfunden, sein direkter Nachfolger zu werden“, erinnert sich Eder, der vor seiner jetzigen Amtsperiode (seit 2013) schon von 1999 bis 2010 den Vereinsvorsitz innehatte.

Unter Geitlingers Ägide hatte der heutige Regionalligist seine erfolgreichste Zeit, spielte drei Jahre lang in der Bundesliga (1986 bis 1988 und 1989/1990) und 15 Jahre in der 2. Liga. Ein Höhepunkt dieser Ära war der 3:1-Sieg im DFB-Pokal 1977 gegen den damaligen Weltpokalsieger FC Bayern München. Neben den sportlichen Erfolgen bleibt aus dieser Zeit auch der kuriose Streit um den damaligen Homburger Trikot­sponsor in Erinnerung. 1987 verbot der DFB dem FCH, mit dem Schriftzug des Kondomherstellers London auf der Brust aufzulaufen, woraufhin die Grün-Weißen die Werbung mit einem schwarzen Balken überklebten. Erst nachdem ein Gericht geurteilt hatte, dass das Sponsoring nicht anstößig sei, lenkte der DFB ein und zog sein Verbot zurück.