Unschlagbarer Nibali gewinnt erstmals den Giro d'Italia

Brescia · „Schneekönig“ Vincenzo Nibali hat seine herausragende Leistung in den Bergen gekrönt und sich erstmals in seiner Karriere den Sieg beim Giro d'Italia gesichert. Nach drei strapaziösen Wochen, in denen erst Dauerregen, dann heftige Schneefälle und Temperaturen um den Gefrierpunkt das Peloton an die Grenzen der gesundheitlichen Belastbarkeit und darüber hinaus brachten, belohnte sich der Italiener für seine Zähigkeit mit dem gold-geschwungenen Sieger-Pokal.



Nach seinem beeindruckenden Sieg auf der von Tiefschnee begleiteten letzten Bergetappe am Samstag in den Dolomiten ließ sich Nibali den Triumph am Schlusstag nicht mehr nehmen. Im Rosa Trikot, das im dichten Schneetreiben der Bergpässe oft mehr wie eine Schutz bietende Signalweste wirkte, überquerte der Astana-Profi gestern die finale Ziellinie im norditalienischen Brescia. "Ich bin unglaublich glücklich", sagte Nibali. Tagessieger wurde der britische Ausnahmesprinter Mark Cavendish, der sich damit den fünften Etappensieg beim Giro 2013 sicherte.

Für Nibali ist es nach dem Gewinn der Spanien-Rundfahrt 2010 der zweite Sieg sowie die fünfte Podestplatzierung bei einer der drei großen Rundfahrten. Seit der achten Etappe war Nibali Führender der Gesamtwertung und zeigte fortan kaum Schwächen. Während der britische Top-Favorit Bradley Wiggins (Sky) und Titelverteidiger Ryder Hesjedal (Kanada/Garmin) schwächelten und krankheitsbedingt vorzeitig ausstiegen, lief Nibali immer mehr zu Höchstform auf. "Nibali war unschlagbar, einfach unerreichbar bei diesem Giro", sagte der Kolumbianer Rigoberto Uran, der Wiggins als Kapitän beim Sky-Team vertrat.

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