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Leichtathletik-EM in Berlin: Unfall-Drama um Grauvogel

Leichtathletik-EM in Berlin : Unfall-Drama um Grauvogel

Siebenkämpferin aus Ottweiler in Berlin in Autounfall verwickelt.

Es hätte der krönende Abschluss eines herausragenden Siebenkampfs werden sollen. Doch es kam anders. Louisa Grauvogel von der LG Saar 70, die bei der Leichtathletik-EM in Berlin auf dem Weg war, eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen, wurde am Nachmittag auf dem Weg ins Mannschaftshotel gemeinsam mit Mareike Arndt (Leverkusen) in einen Verkehrsunfall verwickelt. „Sie haben zumindest keine nachhaltig schwereren Verletzungen“, sagte Silke Bernhart, die stellvertretende Mediendirektorin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), der Saarbrücker Zeitung, „sie sind aber beide geschockt.“

Grauvogel und Arndt mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie ärztlich versorgt werden mussten. Nach SZ-Informationen zog sich Grauvogel eine starke Platzwunde zu. An einen Start im abschließenden 800-Meter-Lauf war nicht mehr zu denken – die 22-Jährige aus Ottweiler konnte gegen 19.30 Uhr das Krankenhaus verlassen, Arndt musste zur Beobachtung vorläufig in der Klinik bleiben. „Nach Aussage des DLV-Ärzteteams liegen keine schwerwiegenden Verletzungen vor“, sagte Idriss Gonschinska, leitender Direktor Sport beim Deutschen Leichtathletik-Verband, „Im Anschluss an die Erstversorgung werden sie durch das DLV-Ärzteteam weiter betreut. Das Wichtigste ist jetzt, dass sie bald wieder gesund werden.“

Schon am ersten Tag des Siebenkampfs hatte Grauvogel für herausragende Momente gesorgt. Ihre 12,97 Sekunden über 100 Meter Hürden hätten im Finale der Spezialistinnen für Platz fünf genügt. Am Freitag legte Grauvogel im Weitsprung eine neue persönliche Bestleistung hin und sprang 6,15 Meter. Im Speerwurf landete ihr bester Versuch danach bei zufriedenstellenden 43,29 Metern. Vor dem 800-Meter-Lauf lag Grauvogel damit auf Platz sieben, den sie vermutlich auch hätte verteidigen können.