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Unfälle, Wut - und der erste Dopingfall

Unfälle, Wut - und der erste Dopingfall

Saint-Flour. Gestern Abend wurde der erste Dopingfall der Tour de France 2011 bekannt. Alexander Kolobnew vom Team Katjuscha wurde nach Angaben des Rad-Weltverbands positiv getestet. Der Russe ist 69. im Gesamtklassement. Laut Medien wird der 30-Jährige, zu dessen größten Erfolgen Olympia-Bronze 2008 sowie WM-Silber 2007 und 2009 zählen, von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen

Saint-Flour. Gestern Abend wurde der erste Dopingfall der Tour de France 2011 bekannt. Alexander Kolobnew vom Team Katjuscha wurde nach Angaben des Rad-Weltverbands positiv getestet. Der Russe ist 69. im Gesamtklassement. Laut Medien wird der 30-Jährige, zu dessen größten Erfolgen Olympia-Bronze 2008 sowie WM-Silber 2007 und 2009 zählen, von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen.Nach den Unfällen der ersten Tour-Woche wächst derweil die Sorge um die Gesundheit der Radprofis. Vor allem die Kollision eines Begleitautos des französischen Fernsehens mit zwei Fahrern sorgt für Fassungslosigkeit.

"Ich bin froh, dass wir noch am Leben sind", sagt der Niederländer Johnny Hoogerland, der bei dem Unfall in einen Stacheldrahtzahn geschleudert wurde und die Etappe blutüberströmt beendete. "Was hier passiert, ist nicht akzeptabel", schimpft Jens Voigt, "da treffen 2000 Kilogramm auf 65". Die Rennleitung entfernte den Unfallverursacher von der Tour. Nach ihren Angaben hat er eine Anweisung über Funk missachtet, fünf Spitzenfahrer nicht zu überholen. Als er bei hoher Geschwindigkeit neben den Fahrern offenbar einem Baum auswich, traf er den Spanier Juan Antonio Flecha, der Hoogerland mit sich riss. In der ersten Tour-Woche war der Däne Nicki Sörensen durch ein Begleitmotorrad zu Sturz gekommen.

Die Organisatoren um Tour-Chef Christian Prudhomme ernten Kritik: Warnhinweise vor brisanten Stellen seien mangelhaft, zudem die ausgewählten Straßen vielfach zu eng und gefährlich.

Auf der neunten Etappe war es auf einer Abfahrt zu einem Massensturz gekommen, der das Aus für Alexander Winokurow und Jürgen van den Broeck bedeutete. Winokurow steht vor dem Karriereende. Der 37-Jährige wurde wegen eines Bruches des rechten Oberschenkelkopfes operiert. Andreas Klöden, der in den Sturz verwickelt war und acht Meter eine Böschung hinabstürzte, hofft auf eine schnelle Genesung von seinen Rückenproblemen. Der Gesamtachte will heute am Start stehen: "Es geht weiter, auch wenn ich auf den nächsten Etappen Schmerzen haben werde." dpa