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Und wieder auf die Insel

Und wieder auf die Insel

Saarlouis. "Es hat genervt. Wir wurden immer und immer wieder gefragt, ob Stina jetzt einen Verein hat", erinnert sich René Spandauw, Trainer der Saarlouis Royals, an die vergangenen Wochen und Monate. Mannschaftsführerin Stina Barnert hatte schon zu Saisonbeginn bekannt gegeben, dass sie die Royals im Sommer verlassen wird

Saarlouis. "Es hat genervt. Wir wurden immer und immer wieder gefragt, ob Stina jetzt einen Verein hat", erinnert sich René Spandauw, Trainer der Saarlouis Royals, an die vergangenen Wochen und Monate. Mannschaftsführerin Stina Barnert hatte schon zu Saisonbeginn bekannt gegeben, dass sie die Royals im Sommer verlassen wird. Während ihrer Ausbildung auf der Hotelfachschule muss sie ein Auslandsjahr absolvieren - und in diesem Rahmen wollte sie nach Frankreich oder Spanien, um dort auch sportlich Fuß zu fassen. Jetzt können Trainer und Spielerin die Frage nach Barnerts zukünftiger Heimat endlich klar beantworten: Stina Barnert wechselt im August für zwei Jahre zum spanischen Erstligisten Palacio de Congresos de Ibiza."Ich habe den Vertrag jetzt erst unterschrieben. Ich wollte alle direkt informieren und nichts verheimlichen, weil jeder darauf gewartet hat", erklärt Stina Barnert. Sie klingt glücklich. Zufrieden. Auch etwas aufgeregt. "Ich weiß, dass der Abschied aus Saarlouis schwer sein wird. Es ist das Geborgene, das mir fehlen wird. Ich bin seit fünf Jahren hier, kenne die Stadt, die Umgebung, die Leute. Da ist der Herzschmerz schon tief. Aber die Vorfreude ist genauso groß", erzählt sie.

Vor einigen Wochen war sie schon einmal auf Ibiza im Probetraining. "Ein schönes Gefühl, noch mal auf einer Insel zu sein, weil ich ja selbst von einer komme", sagt die Spielerin von der Nordseeinsel Föhr. Und ihr sportlicher Eindruck? "Das Team hat mich gut aufgenommen. Das Training ist sehr anstrengend, ein bisschen anstrengender als in Saarlouis. Aber professionell. Ich denke, ich habe die richtige Mannschaft ausgesucht", sagt die 21-Jährige. Den Weg nach Ibiza haben ihr die Royals geebnet: "Wir haben mit allen Vereinen Kontakt aufgenommen, gegen die wir in den letzten Jahren im Europapokal gespielt haben. Ibiza war am schnellsten dran. Ich denke, dass es beruhigend auf alle wirkt, dass Stina jetzt einen Verein hat", erzählt René Spandauw und spricht ein Lob aus: "Obwohl Stina die ganze Zeit sehr beschäftigt war, hatte das nie einen Einfluss auf ihr Spiel gehabt."

Jetzt, da Stina die Sicherheit für die beiden kommenden Jahre hat, kann sie vielleicht sogar noch ein bisschen befreiter spielen. Denn am Donnerstag (20 Uhr) steht schließlich zuhause das zweite Playoff-Halbfinale gegen den TSV Wasserburg an, das die Saarlouis Royals gewinnen müssen. "Wir haben am Sonntag (75:88, Anm. d. Red.) gezeigt, dass wir mit ihnen konkurrieren können. Nur im letzten Viertel hat es an der Konzentration gehapert. Aber mit den eigenen Fans im Rücken können wir unser Tempo das ganze Spiel durchhalten", weiß Stina Barnert, die endlich ihren Verein gefunden hat.