Unbarmherzige Spanier

Spanien will beim Confed Cup nach dem 10:0 gegen Tahiti wieder zurück ins Maracanã. Schließlich wird dort das Finale ausgetragen – auch bei der WM 2014. Uruguay verneigt sich derweil vor Diego Forlán, der zum Sieg traf.

Das erste Rendezvous mit der sagenumwobenen Schönen war vielversprechend und machte Spanien Lust auf mehr. Nach dem Spiel der Rekorde im Maracanã hatte der Welt- und Europameister nur ein Ziel: die Rückkehr nach Rio de Janeiro, in den "Tempel des brasilianischen Fußballs". Zunächst zum Endspiel des Confed Cups am 30. Juni, dann zum WM-Finale am 13. Juli 2014.

"Finals werden von den Mannschaften bestritten, die die meisten Erfolge vorzuweisen haben", sagte Nationaltrainer Vicente del Bosque nach dem 10:0 (4:0) gegen Tahiti, "und ich hoffe, dass wir zu diesen Teams gehören."

Aber ja doch. Spanien hat drei der letzten vier großen Turniere gewonnen, an denen es teilnahm. Auch beim Confed Cup spielen die Iberer sehr überzeugend, wenngleich der Halbfinal-Einzug am Sonntag gegen Nigeria (21 Uhr) in Fortaleza erst noch gesichert werden muss. Spanien kann sich dabei eine Niederlage mit drei Toren Differenz erlauben.

Das Spiel gegen Tahiti war wie erwartet ein Schaulaufen. Fernando Torres (5., 33., 57., 78.), David Villa (39., 49., 64.) sowie David Silva (31. und 89.) und Juan Mata (66.) sorgten für den Torreigen. "Zehn Treffer, das ist auch für uns als Mannschaft ein Traum", sagte Torres.

Kein Wunder, dass er schnell wieder zurück nach Rio will - genau wie Uruguays Nationalheld Diego Forlán. Die Nummer zehn des Südamerika-Meisters erzielte beim 2:1 (1:1) gegen Nigeria den Siegtreffer (51.). Zuvor egalisierte Nigerias John Obi Mikel (37.) die Führung von Kapitän Diego Lugano (19.). Uruguay und Nigeria haben drei Punkte und sind noch im Rennen um ein Halbfinal-Ticket, wenngleich die Aufgabe beim letzten Gruppenspiel am Sonntag (21 Uhr) für die "Urus" (Tahiti) weit leichter ist als die für Nigeria (Spanien).

In Gruppe A sind Brasilien und Italien vor den abschließenden Gruppenspielen an diesem Samstag (21 Uhr) mit jeweils sechs Zählern bereits für das Halbfinale qualifiziert. Im direkten Vergleich geht es aber noch um den Gruppensieg. Im zweiten Spiel wollen sich die bisher punktlosen Mexikaner und Japaner mit einem Sieg verabschieden.