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Uefa ermittelt gegen ungarischen Meister

Uefa ermittelt gegen ungarischen Meister

Hamburg. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat bestätigt, gegen den ungarischen Fußball-Meister VSC Debrecen wegen Manipulationsverdachts zu ermitteln. Im Visier steht nach Angaben von VSC-Sportdirektor Csaba Bartha die 3:4-Heimniederlage in der Champions-League-Vorrunde gegen den AC Florenz

Hamburg. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat bestätigt, gegen den ungarischen Fußball-Meister VSC Debrecen wegen Manipulationsverdachts zu ermitteln. Im Visier steht nach Angaben von VSC-Sportdirektor Csaba Bartha die 3:4-Heimniederlage in der Champions-League-Vorrunde gegen den AC Florenz. "Eine Uefa-Delegation war vergangene Woche in Budapest, um mit Spielern des Vereins zu sprechen, die in eine mögliche Spielmanipulation involviert sein könnten", sagte Uefa-Sprecher Robert Faulkner gestern. Nähere Angaben zu Verdachtsmomenten und Anzahl der befragten Spieler wollte er mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht machen. Bereits vor der Bestätigung durch die Uefa hatte Bartha von dem Besuch berichtet: "Offizielle der Uefa-Disziplinarkommission haben acht unserer Spieler befragt." Zudem erklärte er: "Für den Ernst der Sache ist charakteristisch, dass die Fahnder über die Befragung nicht einmal ein Protokoll anfertigten."Acht Spieler im Visier Im heimischen Ferenc-Puskas-Stadion hatte der ungarische Meister im Oktober 2009 mit 3:4 gegen den AC Florenz verloren. Laut ARD-Politikmagazin "Fakt" soll die Uefa weitere Partien von VSC Debrecen untersuchen. Am vergangenen Mittwoch hatte "Fakt" die Recherchen veröffentlicht, denen zufolge neben den acht Spielern auch ein Spielerberater verdächtigt wird, der mehrere VSC-Spieler unter Vertrag hat (wir berichteten). Der ungarische Meister hatte sich erstmals für die europäische Königsklasse qualifiziert. In der Vorrundengruppe E blieb er gegen den AC Florenz, Olympique Lyon und den FC Liverpool in sechs Spielen sieglos. Zuvor hatte sich Debrecen in der Qualifikation zur Champions League gegen Kalmar FF aus Schweden, Levadia Tallinn aus Estland und den bulgarischen Club Levski Sofia durchgesetzt. dpa