1. Sport
  2. Saar-Sport

Überraschende Medaille für Rückenschwimmerin Jenny Mensing

Überraschende Medaille für Rückenschwimmerin Jenny Mensing

Budapest. Rückenschwimmerin Jenny Mensing überraschte alle mit Bronze, die Freistil-Staffel der Frauen musste sich über 4 x 200 Meter mit Platz vier begnügen. Ohne den pausierenden Superstar Paul Biedermann feierte das deutsche Schwimm-Team bei der EM in Budapest nur ein Erfolgserlebnis

Budapest. Rückenschwimmerin Jenny Mensing überraschte alle mit Bronze, die Freistil-Staffel der Frauen musste sich über 4 x 200 Meter mit Platz vier begnügen. Ohne den pausierenden Superstar Paul Biedermann feierte das deutsche Schwimm-Team bei der EM in Budapest nur ein Erfolgserlebnis. Dafür sicherte sich Wasserspringer Patrick Hausding gestern seine zweite Silbermedaille: Mit Stephan Feck (Leipzig) musste sich der Berliner im Synchron-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett nur den Ukrainern Illja Kwascha/Oleksij Prygorow geschlagen geben. Auf den letzten der 100 Meter Rücken schob sich Jenny Mensing noch nach vorn. "Fantastisch. Das Überraschendste ist das Schönste und umso größer ist die Freude", sagte die Wiesbadenerin, die nach 1:00,72 Minuten anschlug. Mensing lag knapp eine Sekunde hinter Weltmeisterin Gemma Spofforth (Großbritannien/59,80 Sekunden). Daniela Samulski aus Essen belegte in 1:01,11 Minuten Rang fünf. "Mit der Zeit bin ich sehr unzufrieden", sagte die 26-Jährige. Samulski führte bei der Wende, doch dann ging ihr nach einer dreimonatigen Verletzungspause die Luft aus. Hausding und Feck strahlten nach ihrem Silber-Coup als ob sie EM-Gold gewonnen hätten. "Ich bin einfach nur glücklich, dass es nach meinem Patzer noch Silber geworden ist", bekannte Feck. Durch den Anlauffehler des 20-Jährigen im dritten Sprung gab das deutsche Duo die Führung aus der Hand, kämpfte sich aber bravourös zurück. Während Feck seine erste internationale Medaille bejubelte, erfüllte Hausding mit Silber Nummer zwei nach dem zweiten Platz vom Ein-Meter-Brett bereits sein Medaillenziel. Die ukrainischen Sieger patzten zwar beim letzten Sprung, doch die Punktrichter zeigten sich gnädig und gaben kaum Punktabzüge. "Ich denke, dass es nicht fair gewesen wäre, wenn sie Zweite geworden wären", räumte Hausding ein. Silke Lippok (Pforzheim), Franziska Jansen (Heidelberg), Nina Schiffer (Dortmund) und Daniela Schreiber (Halle/Saale) fehlten nach 4 mal 200 Metern in 7:58,13 fast drei Sekunden zu Bronze. Den Sieg sicherte sich in einem dramatischen Endspurt in 7:52,49 Ungarn vor Titelverteidiger Frankreich. "Drei der vier Mädchen sind das erste Mal dabei. Wir sind in dem Zeitfenster, was wir uns erwartet haben", sagte Bundestrainer Dirk Lange. "Der dritte Platz wäre das maximale gewesen, was wir hätten schaffen können", sagte die 16-jährige Lippok. dpa