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Über Bulgarien nach Europa

Über Bulgarien nach Europa

Wenn der VfB Stuttgart am Schwarzen Meer zu seinem ersten Pflichtspiel der Saison antritt, wird es nur für Sportvorstand Fredi Bobic eine Reise in die Vergangenheit. Der fünfmalige deutsche Fußball-Meister hingegen will heute im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen Botew Plowdiw aus Bulgarien (19.

30 Uhr) den ersten Schritt in eine bessere Zukunft machen. Wie rosig diese aussehen soll, darüber herrscht Uneinigkeit.

"Unser Ziel ist es, dass wir uns über die Bundesliga für den internationalen Wettbewerb qualifizieren. Wir sind nicht nur in der Spitze besser, sondern auch in der Breite", gab Bobic offensiv aus. Doch schon vor dem Spiel gegen die Mannschaft aus Plowdiw, die für diese Partie ins Stadion von Tschernomoretz Burgas umzieht, dämpfte Trainer Bruno Labbadia die Euphorie. "Man hat manchmal das Gefühl, wir hätten Messi und Neymar geholt. Im Grunde haben wir nur das gemacht, was ein ambitionierter Bundesligist tun sollte: Wir haben Voraussetzungen geschaffen, um auch mal Ausfälle auffangen zu können", sagte der 47-Jährige.

Zudem kritisierte der Trainer öffentlich die Fitnesswerte einiger seiner Profis zu Beginn der Vorbereitung. Noch bevor die Erwartungen im Umfeld der Schwaben zu groß werden, redet Labbadia sie klein. Dabei hat der Verein, der sich durch die Teilnahme am DFB-Pokal-Finale (2:3 gegen Bayern München) für das internationale Geschäft qualifiziert hat, Moritz Leitner, Mo Abdellaoue oder Daniel Schwaab verpflichtet, allesamt vielversprechende Neuzugänge. Daher hält Bobic an den Zielen fest. "Dass ein Trainer die Dinge ein bisschen defensiver angeht, ist normal, aber Fakt ist, dass wir das internationale Geschäft als Ziel haben", sagte er.