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Udo Hölzer, Präsidentschaftsbewerber des SFV, stellt sein Team vor

Kostenpflichtiger Inhalt: Saarländischer Fußballverband : Hölzers Team setzt auf den Netzwerk-Gedanken

Der Präsidentschaftskandidat beim SFV stellt weitere Mitstreiter vor. Posten für Frauenfußball und Öffentlichkeitsarbeit noch unbesetzt.

„Wir sind nicht das ‚Team 2020‘, und wir sind nicht ‚Vereine vor‘. Wir sind Fußballer, die sich für die Sache einsetzen.“ Das sagt Udo Hölzer, einer der drei Bewerber um das Amt des Präsidenten des Saarländischen Fußballverbands (SFV) und will sich so von den Konkurrenten Adrian Zöhler und Thorsten Klein abgrenzen: „Wir wollen den Netzwerk-Gedanken im saarländischen Fußball wieder mehr leben und befeuern. Das Fußball-Netzwerk Saar hat die Vision, für alle Vereine des SFV fachliche, materielle, organisatorische und auf kommunikativer und emotionaler Ebene spürbare Mehrwerte zu bieten und zu anhaltender und engagierter Mitarbeit zu motivieren.“

Nachdem der derzeitige Vize-Präsident Zöhler (Team 2020) und Mitbewerber Klein (Vereine vor) ihre designierten Präsidiumsteams schon länger nahezu komplett haben, dauert die Personalisierung im Team „Hölzers Fußballern“ noch an. Nach Wolfgang Mohr und Thomas Stopp (als Vizepräsidenten), David Lauer (Recht) und Josef Kreis (Spielausschuss) konnte Fußball-Lehrer Hölzer gestern zwei weitere Mitstreiter vorstellen. Für den Posten des SFV-Schatzmeisters will Heiko Frevel ins Rennen gehen. Der 55-jährige Steuerberater ist Inhaber einer Kanzlei mit 16 Mitarbeitern in Heusweiler. In Fußballkreisen ist er als langjähriger Schiedsrichter bekannt. „Amtsinhaber Karl Heinz Hilpert hat bislang hervorragende Arbeit geleistet. Aber die Probleme, die vor uns liegen, kann einer alleine nicht bewältigen“, sagt Frevel und nennt als Beispiel das verbandseigene Gelände in Braunshausen, das den Haushalt jährlich mit einer sechsstelligen Summe belastet. Auch sei die künftige Unterstützung aus Totogeldern offen, wenn mehr und mehr freie Wettanbieter auf den Markt drängen.

Frevel will den Vereinsmitarbeitern mit besserer Fortbildung weiterhelfen. „Ich nehme an Maßnahmen des Sportbundes Rheinland-Pfalz teil, weil es bei uns keine derartigen Angebote gibt“, sagt der Ex-Spitzenschiedsrichter, der in den drei Bewerbergruppen eine Chance für den Fußball sieht: „Ich hoffe, dass im Falle unserer Wahl auch die Leute aus den anderen Teams weiter mitarbeiten werden.“

Mehr Leben in die Jugendarbeit soll künftig Pascal Bach bringen. Der 38-jährige Diplom-Sportlehrer und Studienrat am Gymnasium hat als Co-Trainer Erfahrung bis in die 3. Liga (unter den Cheftrainern Jens Kiefer und Dietmar Hirsch bei der SV Elversberg) sammeln können, arbeitet derzeit beim Saarlandligisten SV Hasborn. „Das werde ich auch künftig tun. Damit habe ich weiter Einblick ins Tagesgeschäft. Das mag mancher kritisch sehen, ich sehe es als Vorteil“, sagt Bach, der die Rolle des Verbandsjugendleiters neu definieren möchte: „Ich will nicht verwalten sondern neue Impulse einbringen. Ich möchte gemeinsam mit unseren Hauptamtlern neue Strukturen schaffen, neue Dinge auch mit Hilfe der DFB-Akademie entwickeln, damit der Saarfußball konkurrenzfähig bleibt.“

Noch nicht besetzt hat Hölzer die Positionen Frauenfußball sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Nicole Recktenwald hat als Vorsitzende der Kommission Frauen- und Mädchenfußball sehr gute Arbeit geleistet“, will Hölzer einerseits mit vorhandenen Mitarbeitern weitermachen, andererseits aber neue Wege gehen: „Kommunikation ist heutzutage sehr wichtig. Ich glaube, dass ein großer Verband wie der SFV gerade in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sich professionell aufstellen muss.“ Ob die Vereine das auch so sehen, wird sich auf dem Verbandstag am 28. März zeigen.