1. Sport
  2. Saar-Sport

U21 der SV Elversberg schafft Aufstieg, U19 und U17 des NLZ sollen folgen

SV Elversberg : Aufstieg Nummer zwei und drei winken

U21 in die Oberliga, U19 und die U17 wollen in die Bundesliga: Das Nachwuchsleistungszentrum der SV Elversberg ist stark wie nie.

Für das Regionalliga-Team der SV Elversberg endete die gerade zu Ende gegangene Spielzeit ein Stück weit enttäuschend. Zwar kletterten die Schwarz-Weißen nach dem Trainerwechsel von Roland Seitz zu Horst Steffen Ende Oktober 2018 von Platz elf auf Rang vier der Tabelle. Das ursprüngliche Ziel, ans Tor zur 3. Liga anzuklopfen, war nach dem Fehlstart in die Runde schon frühzeitig nicht mehr zu erreichen. Hinzu kam am vergangenen Samstag die Niederlage im Finale des Saarlandpokals gegen den 1. FC Saarbücken (1:2).

Richtig Grund zum Jubeln hat die SVE aber beim Nachwuchs. Die U21, die U19 und die U16 wurden Meister, die U17 kann sich noch für die Aufstiegsspiele zur Bundesliga qualifizieren. Hinzu kamen Saarlandpokal-Siege bei der U19 und der U17. „Die Erfolge sind natürlich schön“, sagt Jens Kiefer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ). „Aber sie müssen für uns ein Ansporn sein, unsere Ausbildungsarbeit noch weiter zu verbessern“, ergänzt der 44-Jährige und formuliert seine Ansprüche: „Wir wollen uns daran messen lassen, wie viele Spieler aus dem NLZ den Sprung zum Regionalliga-Team schaffen oder es zu anderen höherklassigen Clubs schaffen. Die Eltern sollen ihre Kinder zur SVE bringen, weil sie dort am besten ausgebildet werden.“

Mit Kai Merk, Luca Blaß und Tim Steinmetz haben es zuletzt drei Akteure aus dem NLZ ins Regionalliga-Team der Schwarz-Weißen geschafft. Einen Stammplatz konnte sich von diesem Trio aber keiner erarbeiten. Merk kam auf neun Einsätze, Blaß auf vier. Steinmetz wurde noch nicht eingesetzt.

Mit Mike Scharwath wechselt im Sommer ein Spieler aus der Elversberger U21 zum 1. FC Nürnberg II. Das Regionalliga-Team der Franken diente einst Philipp Wollscheid oder aktuell Eduard Löwen als Sprungbrett in die Bundesliga. „Auch zwei Jugendspieler von uns werden noch zu höherklassigen Clubs wechseln. Die Namen kann ich aber noch nicht verraten“, berichtet Kiefer.

Der 19-jährige Außenbahnspieler Scharwath war diese Saison Leistungsträger im Elversberger U21-Team, das Meister in der Saarlandliga wurde. Nach zweijähriger Abstinenz kehrte das Team von Trainer Marco Emich damit in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zurück. Am letzten Spieltag sicherte sich die SVE II durch ein 6:0 gegen den FV Eppelborn die Meisterschaft.

„Für den Gesamtverein ist das unheimlich wichtig, dass wir den Aufstieg geschafft haben“, freut sich Emich. Der 45-Jährige erklärt auch, warum: „Die Spieler, die aus unserer U19 in den Aktivenbereich kommen, können sich in der Oberliga besser entwickeln. Umgekehrt werden die Akteure aus der Regionalliga, die in der zweiten Mannschaft Spielpraxis bekommen sollen, dort mehr gefordert.“ Emich ergänzt: „Auch für externe junge Spieler, die wir holen wollen, ist die Oberliga deutlich attraktiver als die Saarlandliga.“ Die Wichtigkeit des Aufstiegs der U21 unterstreicht auch Kiefer. „Das war unsere Priorität in dieser Saison“, sagt der 44-Jährige.

Kiefer selbst trainierte diese Saison die U19. Die hat vor dem letzten Spieltag an diesem Sonntag zehn Punkte Vorsprung auf Verfolger 1. FC Saarbrücken und steht als Meister fest. Am Mittwochabend sicherte sich die A-Jugend durch ein 5:0 im Pokalfinale gegen Verbandsliga-Meister JFG Saarlouis-Dillingen im Dillinger Parkstadion das „Double“. Am 9. und 16. Juni kämpft die SVE-U19 gegen Kickers Offenbach oder den SV Wehen Wiesbaden um den Bundesliga-Aufstieg.

NLZ-Leiter Jens Kiefer freut sich über die Erfolgswelle seiner Elversberger Eleven. Foto: Thomas Wieck

Eine Chance auf die Aufstiegsspiele zur Bundesliga hat auch noch die von Sebastian Schummer trainierte U17. An diesem Sonntag um 13 Uhr steht für das Team das alles entscheidende Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Mit einem Sieg würde der Dritte SVE die einen Punkt vorne liegenden Pfälzer am letzten Spieltag noch von Rang zwei verdrängen. Die Vizemeisterschaft reicht zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Meister FSV Mainz 05 II darf nämlich nicht in die U17-Bundesliga, weil dort bereits die „Erste“ des Clubs vertreten ist.