TV Merchweiler siegt im Derby gegen Illtal II

Handball-Saarlandliga : TV Merchweiler siegt im Derby gegen Illtal II

Wie es sich gehört, hatten die Handballfreunde Illtal II mit den Rückraumspielern Philipp Kockler und Yannik Jungblut und Kreisläufer Muhamet Durmishi aus der ersten Mannschaft für das Lokalderby alles aufgefahren, was möglich war.

Bei den Gästen des TV Merchweiler fehlten hingegen die Rückraumspieler Lars Schlicker (Schulterverletzung) und Tobias Ranft. Ihr Positionskollege Tobias Bernardi fiel noch in der ersten Halbzeit mit einer Fingerverletzung aus. Erstmals im Kader stand dafür Neuzugang Jonas Wörner (SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam). 150 Zuschauer in der Sporthalle Uchtelfangen wollten sehen, welcher der Kontrahenten das mit Spannung erwartete Duell für sich entscheiden konnte. „Das wird ein knappes Ding“, vermutete auch TVM-Trainer Jonas Denk vor dem Anpfiff. Zumindest anfänglich sollte sich der Merchweiler Trainer bestätigt sehen. Bis zum 5:5 in Spielminute 13 stand es pari. Doch dann häuften sich die Illtaler Fehler, während Merchweiler mit Michael Engel im Gehäuse einen überragenden Rückhalt hatte. Sein Pendant Kevin Hinsberger hielt keineswegs schlecht, Engel überzeugte letztlich aber mit 22 Paraden und einer Quote von knapp 45 Prozent gehaltener Bälle. Binnen acht Minuten setzten sich die Gäste, abgerundet durch Kreisläufer Alexander Wolfram, der mit acht Toren erfolgreichster Schütze der Begegnung war, auf 12:5 ab. „Das war sehr durchwachsen. Wir waren viel zu unkonzentriert und inkonsequent im Abschluss. Und in der Abwehr hatten wir massive Probleme mit ihrem Kreisläufer“, konstatierte auch Illtals Linksaußen Joshua Jungblut. Den Rückstand konnten die Zebras bis zur Pause nicht entscheidend verkürzen (16:11)

Es war nicht so, dass Illtal keine Chancen gehabt hätte. Gerade bei Ballgewinnen rannte die erste Welle der Hausherren immer wieder dem Anschluss entgegen. Aber die vergebenen „Hundertprozentigen“ waren zu schwerwiegend. Alleine zwischen der 30. und 45. Minute verballerte Illtal vier Gegenstöße. „Das Spiel hätte kippen können, wenn wir in der ersten Halbzeit nicht wegziehen“, musste TVM-Regisseur Florian Westrich eingestehen. Aber die kurzzeitig aufflackernde Hoffnung, die Yannik Jungblut beim 25:28-Anschluss (57.) säte, begrub Linkshänder Philipp Meiser im direkten Gegenzug. Merchweiler gewann 31:28. „Am Ende war es ein souveräner Sieg“, sagte Westrich und auch Joshua Jungblut musste anerkennen: „Es wäre sicher mehr drin gewesen, wenn wir nach den Fehlwürfen nicht die Köpfe hängen lassen. So geht der Sieg zurecht an sie.“