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TV Bliesen plant Angriff auf die Spitze

TV Bliesen plant Angriff auf die Spitze

Die Volleyballer des TV Bliesen wollen es wissen. Mit dem bundesliga-erfahrenen Tom Weber auf dem Feld und dem besten Publikum der Liga im Rücken plant der Verein in der an diesem Samstag beginnenden Saison, ganz oben mit dabei zu sein.

Spielt der TV Bliesen schon bald in der 2. Volleyball-Bundesliga? Nach zwei vierten Plätzen in der 3. Liga Süd in den beiden vergangenen Spielzeiten will die saarländische Nummer eins im Herrenbereich in diesem Jahr weiter nach vorne. "Unser Ziel ist es, um die Meisterschaft mitzuspielen", verkündet Trainer Peter Lember vor dem Saisonauftakt seiner Truppe an diesem Samstag um 20 Uhr im St. Wendeler Sportzentrum gegen LAF Sinzig.

Tom Weber ist Top-Neuzugang

Ein wichtiger Baustein, der das Team stärker machen soll als in der Vorsaison, ist Außenangreifer Tom Weber. Der 26-Jährige spielte für den VC Franken, den Moerser SC und die VSG Coburg insgesamt sechs Jahre in der 1. Liga und stand mit Moers 2013 im Pokalfinale. Jetzt ist er zu seinem Jugendverein zurückgekehrt. "Tom hat viel Routine und bringt Stabilität in unser Spiel", sagt Lember. Weber dürfte in der Startaufstellung des Drittligisten gesetzt sein.

Neben Weber hat Bliesen drei weitere Neuzugänge verpflichtet. Kurios: Zwei davon heißen ebenfalls Weber mit Nachnamen. Beide sind aber im Gegensatz zum erfahrenen Tom talentierte Nachwuchskräfte, die sich noch ein wenig weiterentwickeln müssen. Der luxemburgische Nationalspieler Steve Weber (19) ist von Volley Bertrange gekommen. Angriffsspieler Jonas Weber (19) war zuletzt für Verbandsligist TV Wiesbach am Netz.

Der einzige Bliesener Neuzugang, der nicht Weber heißt, ist Zuspieler Zoran Simic. Der 22-Jährige spielte zuletzt in Österreich in der 2. Liga und lieferte sich in der Vorbereitung einen heißen Kampf mit Lukas Scholtes um einen Platz in der Anfangsformation. Wer dieses Duell gewonnen hat, wollte Lember noch nicht verraten.

Mit den vier Neuzugängen hat Bliesen seinen Kader qualitativ und quantitativ verstärkt. Dies ist auch notwendig, wenn das Saisonziel erreicht werden soll. Im Kampf um die vorderen Plätze hat der Verein vor allem einen Hauptkonkurrenten: den amtierenden Vizemeister SSC Karlsruhe. "Die sind mein absoluter Top-Favorit. Aber um Meister zu werden, müssen sie uns erst einmal schlagen", erklärt Lember lachend.

Die Badener haben sich ähnlich wie Bliesen hochkarätig verstärkt - unter anderem mit einer Reihe von Spielern aus der 2. Liga. Dass mit Karlsruhe zu rechnen ist, zeigte der Club auch schon im Pokal-Wettbewerb der aktuellen Saison. Dort siegte der SSC gegen die Zweitligisten Freiburg und Stuttgart. Ins Titelrennen eingreifen könnte aber auch noch der TSV Mimmenhausen, der den 202-fachen Nationalspieler und vierfachen deutschen Meister Christian Pampel (37) als Spielertrainer verpflichtet hat.

Zuschauer-Hochburg

Im letzten Test vor dem Saisonauftakt gab es für Bliesen am vergangenen Sonntag eine 0:4-Niederlage gegen den Erstligisten United Volleys Rhein-Main mit dem aus dem Saarland stammenden Nationalspieler Moritz Reichert. 700 Zuschauer sahen diese Begegnung - das Sportzentrum in St. Wendel platzte aus allen Nähten. "Schon eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn war alles voll", staunt Lember. Der Volleyballboom in und um Bliesen geht also weiter. Schon in den beiden vergangenen Spielzeiten kamen im Schnitt mehr als 400 Zuschauer zu den Heimpartien. Mit dieser Zahl übertrumpft der TV Bliesen schon jetzt alle deutschen Zweitligisten.