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Turner der TG Saar bleiben auf Final-Kurs

Dillingen. Die Bundesliga-Turner der TG Saar bleiben zu Hause eine Macht. Am Samstag zeigten die Schützlinge von Cheftrainer Viktor Schweizer in der gut besuchten Dillinger Kreissporthalle beim 48:32-Sieg gegen den Aufsteiger KTG Heidelberg wieder eine beachtlich geschlossene Mannschafts-Leistung Von SZ-Redakteur Klaus Kalsch

Dillingen. Die Bundesliga-Turner der TG Saar bleiben zu Hause eine Macht. Am Samstag zeigten die Schützlinge von Cheftrainer Viktor Schweizer in der gut besuchten Dillinger Kreissporthalle beim 48:32-Sieg gegen den Aufsteiger KTG Heidelberg wieder eine beachtlich geschlossene Mannschafts-Leistung. Schweizer war hinterher auch entsprechend angetan: "Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles wieder prima gelaufen." Die Chronologie: Am Boden gab's nicht ein einziges Pünktchen zu holen für die Gäste aus Heidelberg. Auch ihr Star-Turner Falvius Koczi aus Rumänien zog gegen Philipp Matzke den Kürzeren. 12:0 stand es nach dem ersten Gerät. 20:7 nach dem Pauschenpferd. Eugen Spiridonov musste absteigen, holte trotzdem drei Punkte gegen Marcel Niess. Auch Koczi musste neu ansetzen, gewann aber trotzdem drei Zähler gegen Waldemar Eichorn, der eine Super-Übung vorgelegt hatte. Erste von einigen fragwürdigen Entscheidungen des Kampfgerichtes.



Nach dem 13:4 der Saarländer an den Ringen mit der Höchstwertung für Spiridonov und Anton Fokin und den Dreier für den angeschlagenen Maximilian Rupp, waren die Verhältnisse wieder geklärt. Die Saarländer führten 33:11 zur Pause und auch nach dem Sprung immer noch mit 22 Punkten (40:18). Dann jedoch großes Kopfschütteln bei der TG. Denn am Barren ging das Saar-Quartett beim 0:8 komplett leer aus. Die am meisten diskutierte Entscheidung fiel am Reck: Eugen Spiridonov hatte die wohl beste Darbietung überhaupt gezeigt und war dafür von den Zuschauern - auch von den sehr fairen Heidelbergern - gefeiert worden. Flavius Koczi, den die Gäste gegen Spiridonov gesetzt hatten, konterte mit einer holprigen Übung und einem verpatzten Abgang. Trotzdem gab's nur zwei Punkte für den TG-Saar-Turner. "Das gibt's doch nicht", meinte nach der Entscheidung nicht nur der Kurt Bohr, Präsident des Saarländischen Turnerbundes. Doch anbrennen konnte danach nichts mehr. Stepan Gorbatchev (4) und Eichorn (4) sorgten am Reck für den 10:5-Erfolg und den 48:32-Endstand. Doch nicht nur der war wichtig, "sondern auch, dass wir mit dem Gewinn von vier Geräten am Zweiten Stuttgart dran geblieben sind", freute sich der TG-Vorsitzende Paul Rupp.

In der Meisterschaft ist jetzt erst mal Pause. Doch auf die faule Haut wird sich bei der TG Saar niemand legen. Bei den deutschen Meisterschaften im Rahmen des Turnfestes in Frankfurt rechnen sich zumindest Spiridonov und Eichorn einige Medaillen-Chancen aus. Auch TG-Saar-Oldie Thorsten Michels hat in Frankfurt Großes vor. "Ich will Senioren-Meister im Mehrkampf werden", hat der 31-Jährige feste Pläne. Erst im Herbst geht's dann weiter mit der Meisterschaft. Gelingt dann im letzten Heimkampf ein Sieg gegen Meister Cottbus, wäre der Weg frei für das große Finale. "Wir haben es drauf - und wären auch gegen Straubenhardt nicht chancenlos", strotzt Spiridonov vor Selbstvertrauen. Mit zwölf Punkten war er zusammen mit Flavius Koczi wieder bester Turner des Abends.

TG-Saar-Punkte: Spiridonov (12), Fokin (10) Eichorn, Gorbatchev (je 8), Matzke (7), Rupp (3).

"Wir haben es drauf



und sind auch

gegen Straubenhardt

nicht chancenlos."

Eugen Spiridonov