Turnen: TG Saar siegt in Bundesliga 50:30 beim SC Cottbus, Nagornyy stark

TG Saar siegt in Cottbus deutlich : „Turnen wir so weiter, werden wir Meister“

Turn-Bundesligist TG Saar beendet Frühjahrssaison mit 50:30-Sieg in Cottbus. Nikita Nagornyy sammelt dabei fast die Hälfte der TG-Punkte.

Mit Teamgeist, klaren Zielen und dem neuen Mehrkampf-Europameister in Turn-Laune wahrte die TG Saar am vergangenen Samstag beim SC Cottbus die weiße Weste. Der 50:30-Sieg in der Bundesliga beim Rekordmeister war souverän – und Eugen Spiridonov nach Abschluss der verlustpunktfreien Frühjahrs-Saison zufrieden. „Die Stimmung ist prima, und heute lief es viel besser als in den ersten Duellen. Das war ein sehr großer Schritt in Richtung Titel-Finale“, resümierte der TG-Turner-Trainer nach dem Erfolg gut gelaunt.

Garant für den dritten Saisonsieg in der Deutschen Turnliga (DTL) war Nikita Nagornyy. Zwei Wochen zuvor hatte sich der russische Nationalturner im polnischen Stettin zum Mehrkampf-Europameister gekrönt. Beim ersten Saison-Einsatz für die TG Saar sicherte er sich 23 Punkte – und das Trikot des Top-Scorers. In allen sechs Mann-gegen-Mann Duellen turnte das 21 Jahre alte Kraftpaket die Konkurrenz schwindlig, mit Top-Leistungen. Oder etwa doch nicht? „Ich war nach der langen Hinfahrt müde. Der Wettkampf war schwer, und es lief nicht alles optimal. Wir haben aber unser Potenzial gezeigt und dürfen positiv nach vorn schauen“, sagte der Weltklasse-Athlet, den Titel fest im Visier.

Spiridonov sah die Saison-Premiere der Trumpfkarte weniger kritisch. „Nikita hat fast fehlerfrei geturnt. Der Junge ist eine Granate“, lobte der Trainer, der es mit 37 Jahren auch selbst noch kann. Mit vier Punkten am Boden sorgte der Altmeister neben Nationalturner Lukas Dauser (1) und Nagornyy (4) für die 9:2-Führung.

Nach dem Pauschenpferd (9:4) warteten die Ringe und auf Neuzugang Florian Lindner ein Aha-Erlebnis. Bis dato hatte der Spezialist am Paradegerät in den ersten beiden Wettkämpfen Pech gehabt. Diesmal steuerte der 27 Jahre alte Neuzugang zum 8:6-Erfolg drei Punkte bei. Nach seinem gelungenem Tsukahara-Abgang strahlte er und meinte: „Sonst turne ich den doppelt, aber es tat gut. In der zweiten Saisonhälfte muss mehr von mir kommen.“

Nach Sprung (13:4) und Barren (8:6) lag die TG Saar klar vorn. Am Reck (3:8) patzte der Tabellenzweite. Die Stimmung trübte es nicht. „Ich freue mich, Teil dieses starken Teams zu sein und bin gespannt auf die Herbstsaison“, schwärmte Dauser vor dem Gang in die Liga-Pause. „Unser bester Wettkampf kommt noch“, versprach Waldemar Eichorn und dachte ans mögliche Titel-Finale gegen Erzrivale KTV Straubenhardt.

Den Kampf um Gold beim Endturnier in Ludwigsburg (30. November) peilt auch Luca Ehrmantraut an. Nach dem Sieg in Cottbus machte der 22 Jahre alte Limbacher dem punktgleichen Tabellenführer der DTL schon mal eine Kampfansage: „Turnen wir so weiter, werden wir Meister.“

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