Turnen: Spiridonov will sich in Berlin für die WM empfehlen

Berlin. Eugen Spiridonov (Foto: Dietze) will es wissen. "Ich habe sehr gut trainiert. Ich bin gut drauf", sagt der 28-jährige Turner vom TV Bous vor den deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende in der Berliner Max-Schmeling-Halle

Berlin. Eugen Spiridonov (Foto: Dietze) will es wissen. "Ich habe sehr gut trainiert. Ich bin gut drauf", sagt der 28-jährige Turner vom TV Bous vor den deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Zwar zwicke die lädierte Schulter noch ein wenig, "aber daran denke ich nicht mehr", sagt Spiridonov, der sich im Mehrkampf trotz des Verzichts von Turn-Star Fabian Hambüchen keinen Hoffnungen auf einen Sieg macht.Vielmehr will Spiridonov einfach "eine gute Meisterschaft zeigen" und sich so für die Weltmeisterschaft in Rotterdam (18. bis 24. Oktober) empfehlen. Nach den Titelkämpfen zieht Cheftrainer Andreas Hirsch sein Team zu einem Lehrgang zusammen. "Ich will unbedingt zur WM, das ist mein großes Ziel", sagt Spiridonov. Neben ihm ist noch ein weiterer Saarländer in Berlin am Start: Philipp Matzke (19) vom TuS Bliesransbach hofft, dass seine Stärken beim Sprung und am Boden zur Geltung kommen.Im Mittelpunkt der Titelkämpfe stehen allerdings andere. Insbesondere Hambüchen und Matthias Fahrig, die fünf Wochen vor der WM gesundheitliche Probleme haben. Hambüchen plagt die überlastete Achillessehne, Fahrig quält ein vereiterter Zahn. Hambüchen meidet jedes Risiko und lässt die Geräte Sprung sowie Boden aus. Er verzichtet damit also auf die Chance, in Berlin zum sechsten Mal in Serie den Mehrkampf-Titel zu gewinnen. Fahrig hingegen wird sich dem Sechskampf stellen, obwohl er wegen Schmerzen tagelang nicht voll trainieren konnte. jk