TSV Steinbach/Haiger will am Samstag den 1. FC Saarbrücken ärgern

Kostenpflichtiger Inhalt: Der nächste Gegner des FCS : Die Steinbacher Nervensägen

Der letzte Auswärtsgegner des 1. FC Saarbrücken in 2019 hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt.

Die letzte Dienstreise des 1. FC Saarbrücken in der Fußball-Regionalliga Südwest in diesem Jahr wird ganz sicher kein leichter Gang. Dazu ist der Gegner aus Mittelhessen am Samstag um 14 Uhr im Sibre-Sportpark ganz einfach zu stark. Im Hinspiel hatte der TSV Steinbach/Haiger den FCS im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion dominiert, die Saarländer aber trotzdem mit 2:0 gewonnen. „Das tut nach wie vor brutal weh. Immer, wenn man solche Spiele nicht gewinnt, dann erinnert man sich ja auch zurück. Man sieht die Chancen vor sich, die man nicht genutzt hat und im Nachhinein auch nicht mehr regulieren kann“, sagt Trainer Adrian Alipour, „wir hätten das Spiel damals glasklar gewinnen müssen. Aber genau das motiviert uns auch für das Rückspiel am Samstag.“

1921 gegründet, spielte der Turn- und Sportverein im Fußball lange keine Rolle. 2008 begann – mit finanziell maßgeblicher Unterstützung eines Bremsenherstellers – dann der Aufstieg aus der Kreisliga B bis in die Regionalliga. Aktuell sind die Steinbacher hinter Eintracht Frankfurt, Darmstadt 98 und Wehen-Wiesbaden die vierte Kraft im hessischen Fußball. „Der TSV ist ein familiärer und bodenständiger Verein, der seit Jahren auf Vorstandsebene in einer fast identischen Konstellation mit viel Herzblut daran arbeitet, dauerhaft hochklassigen Fußball in der Region zu etablieren“, sagt Matthias Georg, Geschäftsführer Sport und Finanzen, „dabei stärken wir jedes Jahr die Infrastruktur und wollen attraktiven Fußball bieten. Unser Wappentier, der „Steinbacher Gickel“ (Anm. der Red: ein Hahn), steht für bodenständige Kampfeslust und ein wenig Stolz auf das bisher Erreichte.“

Rund 4700 Besucher fasst das Stadion, die schmucke Haupttribüne wurde 2018 erweitert und in diesem Jahr mit weiteren Sitzplätzen ergänzt. „Wir haben schon weitere Maßnahmen eingeleitet, um auch im Umfeld organisch zu wachsen“, sagt Pressesprecher Sven Firmenich. Der Rückstand auf den FCS beträgt sieben Punkte. Dennoch ist Steinbach der einzige Club, der die saarländische Dominanz in der Tabelle – mit dem FCS, der SV Elversberg und dem FC Homburg kommen drei der ersten Vier aus dem Saarland – zumindest ein wenig bricht. Das sorgt für eine gewisse Zufriedenheit, hatte man doch im Sommer einen Umbruch eingeleitet. Neben Trainer Alipour kamen 14 neue Spieler, darunter der Ex-Saarbrücker Sascha Wenninger sowie die Ex-Elversberger Kevin Lahn und Moritz Göttel.

„Wir haben einen jungen Trainer geholt sowie zahlreiche hungrige junge Spieler mit viel Geschwindigkeit und Laufbereitschaft. Es war nicht damit zu rechnen, dass so schnell ein Rädchen ins andere greift. Die Saison ist für uns bisher sensationell gut verlaufen“, sagt Georg, „wir wissen, dass vier bis fünf andere Clubs mit einem höheren Personaletat arbeiten als wir. Der 1. FC Saarbrücken ist in finanzieller Hinsicht ein gestandener Drittligist.“ Vom sportlichen aber auch nach dem Spiel am Samstag noch nicht – auch für Georg: „Der FCS hat vom Spieler Nummer 1 bis zum Spieler Nummer. 25 absolute Topqualität. Wir haben jedoch bisher gezeigt, dass wir mit viel Geschlossenheit und Mentalität mithalten können. Wenn wir von Verletzungen und Sperren verschont bleiben, wollen und können wir Saarbrücken sehr lange auf die Nerven gehen.“