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Trotz Niederlage ins Viertelfinale

Trotz Niederlage ins Viertelfinale

Der 4:2-Sieg aus dem Hinspiel war Gold wert für Borussia Dortmund. Denn gestern Abend unterlag der BVB im Rückspiel mit 1:2. Dank der Europapokal-Arithmetik steht der BVB damit im Viertelfinale.

Borussia Dortmund steht trotz einer glanzlosen Vorstellung zum zweiten Mal in Folge in der Runde der besten acht Mannschaften Europas. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League konnte sich der Vorjahresfinalist gegen Zenit St. Petersburg sogar eine 1:2 (1:1)-Heimniederlage erlauben. Das erste Duell in Russland hatte der deutsche Vizemeister mit 4:2 gewonnen.

Auslosung am Freitag

Nunmehr winken dem Team von Trainer Jürgen Klopp im Viertelfinale (1./2 und 8./9. April), in dem das Hinspiel ohne den gelbgesperrten Torjäger Robert Lewandowski stattfinden wird, attraktive, aber auch schwere Gegner wie der FC Barcelona, Paris St. Germain, oder auch Titelverteidiger Bayern München. Die Auslosung findet am Freitag (12 Uhr) statt.

Nach der Gäste-Führung durch Hulk (16.) sorgte Kapitän Sebastian Kehl vor 65.829 Zuschauern im ausverkauften Stadion mit seinem ersten Treffer in der Königsklasse in dieser Saison für den beruhigenden Ausgleich (38.). José Salomon Rondon erzielte den Siegtreffer (73.) der Gäste.

Gerade einmal fünf Minuten mussten die BVB-Fans beim 80. Champions-League-Auftritt der Borussen auf die erste große Chance ihrer Mannschaft warten. Doch Pierre-Emerick Aubameyang köpfte nach einer Maßflanke von Marcel Schmelzer aus fünf Metern neben das Tor. Mit dem Wissen um das komfortable Polster aus dem ersten Duell drei Wochen zuvor versuchte der BVB, mit einem frühen Tor letzte Zweifel zu beseitigen.

Doch die Russen bauten zunehmend Druck auf und kamen durch den Distanzschuss von Hulk prompt zum 1:0. Wie schon gegen Mönchengladbach (1:2) am vergangenen Samstag präsentierte sich die BVB-Abwehr allzu unkonzentriert.

Im Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen die Borussen zunehmend das Regiment, das Gegentor schien wie ein Weckruf gewirkt zu haben. Allerdings blieb Dortmund spielerisch erneut Vieles schuldig. Oleg Schatow vergab in der 36. Minute eine weitere gute Möglichkeit für St. Petersburg. Zwei Minuten später sorgte Kehl nach Flanke von Schmelzer per Kopf für den Ausgleich und den Pausenstand.

Verzichten musste BVB-Trainer Klopp gegen die Russen wie schon in der Bundesliga auf Marco Reus, Torschütze im Hinspiel, der noch immer über muskuläre Probleme klagt. St. Petersburg, das von seinen vergangenen sieben Liga-Begegnungen nur eine gewann, weshalb Trainer Luciano Spalletti für André Villas-Boas den Trainerstuhl räumen musste, fehlte die Klasse und Durchschlagskraft, um den BVB in der zweiten Halbzeit vor größere Probleme zu stellen. Dennoch gelang den Gästen, bei denen Villas-Boas heute vorgestellt wird, nach einer Unachtsamkeit von Nationalspieler Mats Hummels der zweite Treffer. Neben Routinier Kehl vermochte bei den Borussen besonders Schmelzer zu gefallen. Die Russen hatten in Axel Witsel und Schatow ihre besten Akteure.