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Trostloser Abschied für Ibrahimovic

Trostloser Abschied für Ibrahimovic

Die schwedische Fußball-Nationalmannschaft um Superstar Zlatan Ibrahimovic ist in der Vorrunde der Europameisterschaft in Frankreich gescheitert. Die Skandinavier verloren gestern gegen Belgien mit 0:1 (0:0).

"König" Zlatan Ibrahimovic muss abdanken, Belgien träumt dagegen weiter vom Sprung auf den EM-Thron. Ohne Tor und ohne Sieg bei der EM in Frankreich ging die Karriere des schwedischen Kapitäns Ibrahimovic im Nationaltrikot gestern Abend trist zu Ende, das 0:1 (0:0) gegen die Roten Teufel von Marc Wilmots war sein 116. und letztes Länderspiel.

Belgien zog nach einem schönen Treffer von Radja Nainggolan (84.) als Zweiter der Gruppe E hinter Italien ins Achtelfinale ein und trifft am Sonntag in Toulouse auf Ungarn (21 Uhr).

Die Abschiedsvorstellung von Ibrahimovic sahen 34 011 Zuschauer im Stadion von Nizza , eine eher kleine Bühne. Wie in den vorangegangenen Spielen gegen Irland (1:1) und Italien (0:1) fehlte Schwedens Kapitän die Unterstützung seiner Mitspieler. Seinen Treffer in der 63. Minute erkannte der gute Schiedsrichter Felix Brych (München) wegen eines Foulspiels zurecht nicht an, sein Freistoß in der 75. Minute wurde von Thibaut Courtois im belgischen Tor pariert.

Die Schweden wussten: Nur ein Sieg bringt uns auf den letzten Drücker noch in die K.o.-Runde. Sie wussten auch: Dafür müssen wir endlich mal auf das Tor schießen. In der fünften Minute war es dann tatsächlich so weit: Nach zwei Spielen ohne Torschuss gab Marcus Berg, ehemals Hamburger SV , den ersten der Schweden im gesamten Turnier ab. Aus bester Position. Courtois parierte.

Unter den wachsamen Augen von Brych, der nach der Partie zwischen England und Wales (2:1) sein zweites Spiel leitete, spielten die Belgier den feineren Fußball. Sie brauchten nach dem 0:2 gegen Italien und dem 3:0 gegen Irland einen Punkt, um sicher weiterzukommen. Die Angriffe liefen meist über Kevin De Bruyne und Eden Hazard, waren aber lange nicht zwingend.

Ibrahimovic hatte 29 Stunden vor dem Spiel angekündigt, dass er nach seinem letzten Spiel bei der EM seine Karriere im Trikot der Schweden beenden werde. Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe er etwas dagegen unternahm: Ibrahimovic zielte erstmals aufs Tor, der Ball ging aber links am Pfosten vorbei. Eine bessere Aktion hatte er zunächst nicht, ein paar gute Ansätze, das war's.

Ibrahimovic wirkte frustrierter, je länger das Spiel dauerte. Er blies die Backen auf, wenn seine Mitspieler wieder mal einen Fehlpass spielten - oder wie Berg mit einem Traumpass nichts anfangen konnten (53.). Zumindest in der Nationalmannschaft hat der Ärger nun ein Ende.