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Trierer Basketballer mobilisieren die Region

Trier. Die insolvente TBB Trier darf die Saison in der Basketball-Bundesliga zu Ende spielen. Und sie hat den Kampf angenommen. Unter dem Motto „Unser Herz schlägt grün“ will sie den Standort Trier retten. dpa/red

Daumen hoch für die TBB Trier : Der Lizenzliga-Ausschuss der Basketball-Bundesliga hat am Freitag sein Okay gegeben, dass die TBB die Saison zu Ende spielen darf. Und dieses Signal wird dem finanziell angeschlagenen Verein an diesem Wochenende Rückenwind geben. Unter dem Motto "Unser Herz schlägt grün" sollen die Anhänger in der Region mobilisiert werden.

Zum Heimspiel am Sonntag in der Arena (20 Uhr/Sport1) gegen die BG Göttingen rechnet die TBB mit einer großen Kulisse und einer besonderen Atmosphäre. Die Treveri Basketball Supporter wollen mit einer außergewöhnlichen Choreo ein Zeichen setzen: "Egal, was war - jetzt geht es nur noch darum, den Basketball-Standort Trier zu retten", erklärt Initiator Enzo Sarnelli. Auch Guido Joswig, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Thomas Schmidt, heizt die Begeisterung an: "Die Hütte muss brennen."

Die Auftaktveranstaltung von "Unser Herz schlägt grün" findet schon am Samstag ab 19 Uhr in der Arena statt. Es ist ein historischen Tag: Am 28. März 1990, also vor exakt 25 Jahren, gelang Wolli Esser mit dem TVG Trier der Aufstieg in die Bundesliga. Nach einem öffentlichen Training können die Fans Erinnerungen aus den letzten 25 Jahren in einer Ausstellung im Umgang der Arena bestaunen. Auch Insolvenzverwalter Schmidt wird da sein und Fragen beantworten.

Die beste Nachricht der Woche hatte Schmidt am Freitag erreicht. Die Liga wertete die von Schmidt eingereichten Unterlagen positiv. Demnach sind genügend finanzielle Mittel vorhanden, um einen geregelten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Trierer hatten in der vergangenen Woche einen Antrag auf Insolvenz stellen müssen, weil im Etat eine Lücke von mehreren hunderttausend Euro klafft. Wegen des Insolvenzantrages und falscher Angaben an die Liga waren den Trierern acht Punkte abgezogen worden. Das Team von Trainer Henrik Rödl fiel dadurch auf einen Abstiegsplatz zurück.