Triathlon: Lindemann darf mit nach Rio – Robisch nicht

Triathlon: Lindemann darf mit nach Rio – Robisch nicht

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) ist nun doch mit zwei Athletinnen bei den Olympischen Spielen vertreten. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte gestern Laura Lindemann als zweite Starterin neben Anne Haug vom LAZ Saarbrücken für Rio. Anders als die 33-jährige Haug hatte die zweimalige Junioren-Weltmeisterin aus Potsdam die Qualifikationskriterien nicht erfüllt. Sie gilt aber nach Haug als derzeit stärkste deutsche Triathletin. "Ich bin überglücklich, dass es doch noch geklappt hat", sagte Lindemann. "Es war ein langes Hin und Her mit vielen Hoffnungen." Der DOSB reagierte mit der Nachnominierung der 20-Jährigen nach eigenen Angaben auf einen Beschluss des Landgerichts Frankfurt. Das Gericht hatte eine einstweilige Verfügung durch Rebecca Robisch, die für die Triathlon Freunde Saarlouis startet, gegen den DOSB abgelehnt, allerdings den Dachverband aufgefordert, sich noch einmal mit der Nominierung der Triathleten zu beschäftigen. Robisch hatte sich mit dem Schritt einen Platz in Rio einklagen wollen.

Der DOSB hatte in der vergangenen Woche nur Haug für die Olympischen Spiele benannt und damit zwei weitere Startplätze bei den Frauen und zwei bei den Männern zurückgegeben. Die DTU hatte ursprünglich neben Haug auch Lindemann, Anja Knapp, Steffen Justus (Triathlon Freunde Saarlouis) und Gregor Buchholz dem DOSB vorgeschlagen. Nach einer erfolgreichen Klage von Robisch vor dem Deutschen Sportschiedsgericht musste die DTU die Liste um Robisch und Hanna Philippin vom LAZ Saarbrücken erweitern.