Traum der Schwestern: Doppel-Riesch auf WM-Podest

Traum der Schwestern: Doppel-Riesch auf WM-Podest

Levi. Einen Moment wie bei Olympia wollen die schnellsten Slalom-Schwestern der Welt nie wieder erleben müssen. Maria Riesch feierte als Goldmedaillengewinnerin im Torlauf von Vancouver den größten Augenblick ihrer Karriere, ein paar Meter weiter kauerte eine in Tränen aufgelöste Susanne Riesch auf einem Klappstuhl und vergrub ihr verweintes Gesicht in ihren Händen

Levi. Einen Moment wie bei Olympia wollen die schnellsten Slalom-Schwestern der Welt nie wieder erleben müssen. Maria Riesch feierte als Goldmedaillengewinnerin im Torlauf von Vancouver den größten Augenblick ihrer Karriere, ein paar Meter weiter kauerte eine in Tränen aufgelöste Susanne Riesch auf einem Klappstuhl und vergrub ihr verweintes Gesicht in ihren Händen. Eine Medaille vor Augen, war die jüngere der beiden im Finale ausgeschieden. "Das war auch für mich schwierig. Ich habe mich natürlich gefreut, es war der größte Moment in meinem sportlichen Leben. Und dann komme ich ins Zielzelt und sehe meine Schwester wie ein Häufchen Elend", erinnerte sich Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch vor dem Start in die Slalom-Saison an die Gefühle von damals.

An diesem Wochenende beginnt für die Partenkirchenerinnen der Torlauf-Winter in Levi - und anders als an Kanada haben beide Rieschs an den Wintersportort in Lappland gute Erinnerungen. Maria holte sich hier im Februar 2004 den ersten Slalom-Sieg im Weltcup; Susanne fuhr im November 2006 als Fünfte erstmals in die Weltspitze vor.

Im Slalom sind die beiden Oberbayerinnen im Kampf um Weltcup-Punkte Konkurrentinnen. Ein Problem, beteuern beide, haben sie damit nicht. Im Rennen sei man "Einzelsportler", "und wenn es los geht, will die eine schneller sein als die andere", sagte Susanne. Am besten ist es für die beiden, wenn sie dabei gemeinsam auf dem Podest stehen können, was ihnen auf Rang zwei (Maria) und drei (Susanne) beim Weltcup im Dezember 2009 im schwedischen Are glückte. Noch lieber stünden die zwei Schwestern bei den Heim-Weltmeisterschaften im Februar gemeinsam auf dem Stockerl. dpa

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