Trapattoni will mit den Iren Weltmeister Italien ärgern

Trapattoni will mit den Iren Weltmeister Italien ärgern

Dublin. Trainer Giovanni Trapattoni will morgen, 21 Uhr, mit der irischen Nationalmannschaft in Dublin seinen italienischen Landsleuten die Feier zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 verderben. Die Rolle als Spaßbremse trauen dem Ex-Trainer der italienischen Nationalelf aber nur wenige zu. Denn der Titelverteidiger hat mit einem Unentschieden das Ticket für Südafrika sicher

Dublin. Trainer Giovanni Trapattoni will morgen, 21 Uhr, mit der irischen Nationalmannschaft in Dublin seinen italienischen Landsleuten die Feier zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 verderben. Die Rolle als Spaßbremse trauen dem Ex-Trainer der italienischen Nationalelf aber nur wenige zu. Denn der Titelverteidiger hat mit einem Unentschieden das Ticket für Südafrika sicher. Italien führt mit vier Punkten vor Irland - und selbst bei einer Niederlage scheint die Qualifikation sicher. Denn am kommenden Mittwoch ist Fußball-Zwerg Zypern im letzten Gruppenspiel in Italien zu Gast. Das sorgt beim Weltmeister, der ohne Stürmer Luca Toni von Bayern München antritt, für Gelassenheit. Doch Trapattoni sagt: "Irland hat es in der Hand, Italien zu schlagen. Wir werden bis zur letzten Minute auf Sieg spielen. Das ist keine Frage einer persönlichen Revanche."

Während ganz Italien glaubt, angesichts der guten Ausgangslage könne nichts anbrennen, weil niemand besser auf Ergebnis spielen kann als der Titelverteidiger, mahnt Trainer Marcello Lippi: "Wir haben noch nichts erreicht." Dass Trapattoni das Spiel "das Duell von David gegen Goliath" nannte, gefällt dem Weltmeister-Trainer von 2006 nicht. "Das scheint mir nicht das richtige Bild", wehrt Lippi ab. Trapattoni habe die Iren technisch und taktisch verbessert und sie überzeugt, dass sie jedem standhalten können. Tatsächlich hat Trapattoni die Kicker von der Insel WM-tauglich gemacht. Zum Dank verlängerte der Verband den auslaufenden Vertrag um zwei Jahre. Nun fehlt zu Trapattonis Glück nur noch der Überraschungs-Coup gegen seine ehemalige Mannschaft. Den Gruppensieg können die Iren Italien aber dennoch kaum mehr streitig machen - aber als Zweiter in die Relegation einziehen. dpa