Trainer Rapolder stürzt beim KSC über ausgestreckten Mittelfinger

Karlsruhe. Trainer Uwe Rapolder (Foto: dpa) hatte sich nicht im Griff - und der Karlsruher SC steht vor einem Scherbenhaufen. Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist hat sich im Zuge der "Stinkefinger"-Affäre gestern nach nur drei Monaten von dem 52-Jährigen getrennt. Nach dem Abgang von Markus Schupp ist es bereits der zweite Trainerwechsel der Saison beim KSC

Karlsruhe. Trainer Uwe Rapolder (Foto: dpa) hatte sich nicht im Griff - und der Karlsruher SC steht vor einem Scherbenhaufen. Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist hat sich im Zuge der "Stinkefinger"-Affäre gestern nach nur drei Monaten von dem 52-Jährigen getrennt. Nach dem Abgang von Markus Schupp ist es bereits der zweite Trainerwechsel der Saison beim KSC.Als Grund für die Freistellung "in beiderseitigem Einvernehmen" nannte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther neben dem drohenden Abstieg des Tabellen-16. die schwierige Kommunikation mit dem häufig forsch auftretenden 52-Jährigen.

Der als sportlich sehr kompetent, aber auch cholerisch geltende Rapolder brachte offenbar mit einem Eklat während des 1:4-Heimdebakels am vergangenen Sonntag gegen den Vorletzten FC Ingolstadt das Fass zum Überlaufen. Er beleidigte angeblich einen Zuschauer auf der Haupttribüne des Wildpark-Stadions mit dem gestreckten Mittelfinger. Der frühere Bundesliga-Trainer gab den Vorgang nicht zu und Wellenreuther konnte ihn auch nicht beweisen. "Es gab aber heftige Reaktionen von Vereinsgremien und Zuschauern", sagte der Präsident. Der KSC hofft, bereits heute einen Nachfolger präsentieren zu können. dpa