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Fußball
Traditionsclub TuS Koblenz stellt Insolvenzantrag

Koblenz. Gespräche mit Investoren blieben erfolglos.

Der ehemalige Fußball-Zweitligist TuS Koblenz hat beim Amtsgericht der Stadt einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Ziel sei es, den Verein zu sanieren und den Spielbetrieb sowie den umfangreichen Nachwuchsbereich aufrechtzuerhalten, hieß es in einer veröffentlichten Mitteilung des Vereins.


„Dieser Schritt fällt uns sehr schwer. Wir haben bis zuletzt Gespräche mit potenziellen Investoren geführt, die aber leider bis heute zu keinem positiven Ergebnis geführt haben“, sagte TuS-Präsident Arnd Gelhard: „Nun werden alle Beteiligten weiter daran arbeiten, die Grundlage für einen Neustart zu schaffen und ein nachhaltiges Konzept für den Verein vorzulegen.“

Verschärft wurde die finanzielle Not durch den Abstieg aus der Regionalliga Südwest (Tabellen-15. mit 39 Punkten aus 36 Spielen) in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Auch der angestrebte Gewinn des Rheinlandpokals, der mit dem Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals verbunden gewesen wäre und zusätzliche Einnahmen gebracht hätte, wurde verpasst. Allein durch den Regionalliga-Abstieg seien dem Verein Einnahmen in Höhe von 200 000 bis 250 000 Euro entgangen, sagte das für die Finanzen verantwortliche Präsidiumsmitglied Dirk Feldhausen der „Rhein-Zeitung“.