Torwart David Salfeld vom FC Homburg ist vor dem Derby stark in Form

Kostenpflichtiger Inhalt: FC Homburg vor dem Saar-Derby : Salfeld ist jetzt im optimalen Torwart-Alter

Der Schlussmann des FC Homburg gehört zu den besten Tormännern der Regionalliga Südwest. Große Vorfreude auf das Derby gegen den Ex-Verein.

In der 68. Minute war der 2:1-Heimsieg des FC Homburg gegen den FSV Mainz 05 II am vergangenen Samstag ernsthaft in Gefahr. Plötzlich stand der Mainzer Oliver Wähling im gegnerischen Strafraum alleine vor David Salfeld und hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Doch der Torwart hatte etwas dagegen und rettete dem FCH mit einer ganz starken Reaktion die drei Punkte.

Es war eine von vielen Situationen – nicht erst in dieser Spielzeit  –, in denen Salfeld beweisen konnte, dass er in der Fußball-Regionalliga Südwest zu den besten Torhütern der Liga zu zählen ist. „In der letzten Saison war es noch besser für mich, weil noch öfter die Null stand. Aber in den letzten beiden Jahren bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung“, sagt der 29-Jährige.

Wenn der FCH an diesem Sonntag um 14 Uhr im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion zum saarländischen „Clásico“ beim 1. FC Saarbrücken antritt, dürfte dem Schlussmann der Grün-Weißen gegen den zweitbesten Sturm der Liga einmal mehr eine wichtige Rolle zukommen. Damit, dass er als Torwart unter dem besonderen Druck steht, dass ein Fehler meist härter – nicht selten mit einem Gegentor – bestraft wird als bei einem Feldspieler, geht Salfeld gelassen um. „Fehler passieren – im Tor ebenso wie im Feld. Wichtig ist, dass wenn ein Fehler passiert, man ihn noch auf dem Platz schnell abhakt. Die Analyse, warum es passiert ist und was man in Zukunft tun kann, damit sich so ein Fehler nicht wiederholt, muss dann später passieren“, erklärt Salfeld.

Dass ihn der FCS, wo er von 2014 bis zu seinem Wechsel nach Homburg im Sommer 2017 gespielt hat, am Ende „weggeschickt hat“, wie er sagt, beschäftigt ihn heute nicht mehr. Beweisen muss er seinem Ex-Verein aus der Landeshauptstadt nichts mehr. „Das ist für mich kein Thema. Das war einfach so, dass es damals nicht mehr gepasst hat. Dafür passt es hier in Homburg umso besser“, sagt Salfeld. Persönlich kommt für ihn das Derby in diesem Jahr zum optimalen Zeitpunkt für den Ballfänger, wie er grinsend erzählt. „Mir hat mal jemand gesagt, dass man mit 28, 29 Jahren als Fußballer im optimalen Alter ist. Man hat die nötige Erfahrung und noch die Fitness, die man braucht“, sagt Salfeld, der am vergangenen Samstag seinen 29. Geburtstag feierte.

Der Homburger Schlussmann freut sich einfach riesig auf das saarländische Duell schlechthin. „Das ist das Derby im Saarland. Mehr geht nicht“, sagt „Sali“, wie er von seinen Mannschaftskollegen gerufen wird. Dazu kommt, dass das Duell der Erzrivalen auch für den Kampf um die Meisterschaft eine große Rolle spielt. Durch das Saarbrücker 0:3 bei der SV Elversberg ist der Rückstand des Tabellenvierten auf den blau-schwarzen Tabellenführer auf sieben Punkte geschrumpft. Mit einem Sieg könnte der FCH den Abstand auf vier Punkt verkürzen und in der nach der Partie beginnenden Rückrunde einen echten Vierkampf an der Spitze aus FCS (40 Punkte), SVE (35), TSV Steinbach-Haiger (33) und FCH (33) entfachen.

Salfeld sagt zwar, dass ihn die Rechnereien kalt ließen. Er weiß aber natürlich, welche Chance das Derby dem FCH bietet: „Ich will das nicht zu hoch hängen, weil es nicht das Spiel ist, das die Saison entscheidet. Es ist das Ende der Hinrunde, nicht das Ende der Rückrunde.“ Die Voraussetzungen für den FCH, seinen Lauf beim FCS fortzusetzen, sind gut. „Wir können eine breite Brust haben. Wir brauchen uns nicht zu verstecken - egal wer kommt. Wenn wir das abrufen, was wir können, werden wir unsere Chance haben“, sagt der Torwart mit dem Selbstvertrauen von zehn Spielen ohne Niederlage in Folge.

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