Torhüter Daniel Batz überragt beim 2:0 des FCS gegen den TSV Steinbach

1. FC Saarbrücken : Batz lässt den Gegner verzweifeln

Der Torhüter des 1. FC Saarbrücken überragt beim 2:0-Heimsieg des FCS gegen den TSV Steinbach Haiger.

Die Saison in der Regionalliga Südwest ist noch jung, und am Ende zählt nur das Ergebnis. Da steht für den 1. FC Saarbrücken seit Samstag ein 2:0 (1:0)-Erfolg über den TSV Steinbach Haiger. Drei wichtige Punkte gegen einen Mitkonkurrenten im Titelrennen werden auch dann bleiben, wenn der aufgrund der kämpferischen Einstellung nicht unverdiente, wegen der klaren spielerischen Überlegenheit der Gäste aber schmeichelhafte Sieg längst in Vergessenheit geraten sein wird. An wen man sich erinnern wird, ist der Mann des Tages: FCS-Torwart Daniel Batz brachte mit seinen Paraden den Gegner schier zur Verzweiflung.

Egal, was die Hessen versuchten – Batz hatte die richtige Antwort. „Saarbrücken ist der FC Bayern der Regionalliga. Wir sind angelaufen wie die Irren“, sagte TSV-Trainer Adrian Alipour, „wir haben 14 Mal aus aussichtsreicher Position aufs Tor geschossen. Dass wir mit leeren Händen heimfahren, ist ganz bitter.“

Alle Hände voll zu tun hatte Batz schon nach einer Minute, als er nach einem Fehler von Steven Zellner rechtzeitig vor Angreifer Manuel Hoffmann am Ball war. Nach 16 Minuten waren es Batz‘ Fingerspitzen, die beim Schuss von Johannes Bender Schlimmeres verhinderten, und auch bei der Direktabnahme von Hoffmann (25.) war der Ex-Elversberger zur Stelle. „Dass ich mal einen Ball halten muss, gehört dazu. Man verliert zusammen und man gewinnt zusammen“, sagte Batz bescheiden, „Steinbach war ein sehr starker Gegner. Sechs Punkte aus zwei Spielen liest sich gut.“

Mehr als gut waren die Paraden des 28-Jährigen auch nach dem Wechsel. Sascha Marquet und Christopher Kramer scheiterten innerhalb weniger Sekunden gleich zwei Mal am gebürtigen Erlanger (49.). „Das war heute eine Eins mit Stern“, sagte FCS-Trainer Dirk Lottner zur Leistung seines Schlussmanns, „wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben.“ Vier Minuten vor dem Ende wäre der überragende Mann wohl geschlagen gewesen, aber der Schuss von Jannik Mause ging an, der Nachschuss von Sasa Stujic über die Querlatte.

Und Saarbrücken? Hatte große Probleme mit den aggressiv anlaufenden Gästen, ging aber mit dem ersten vernünftigen Angriff in Führung. Nach einer Flanke von Tobias Jänicke aus dem Halbfeld war die Ballannahme von Timm Golley zwar nicht optimal, doch genau dadurch wurde es gefährlich. TSV-Torwart Tim Paterok kam zu spät und holte Golley von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Markus Mendler sicher zum 1:0 (11.). Mendler war für Torjäger Sebastian Jacob ins Team gekommen, der mit Knieproblemen ausfiel.

Der FCS kämpfte, allen voran der beste Feldspieler Manuel Zeitz. Doch die Spielkontrolle hatten die Gastgeber selten, echte Torchancen keine. Die erste Ecke gab es nach 67 Minuten. „Es war ein ekliger Sieg gegen einen ekligen Gegner. Wir mussten alles reinwerfen“, sagte José Pierre Vunguidica, der nach 73 Minuten für den glücklosen Fabian Eisele im FCS-Sturm eingewechselt wurde. 60 Sekunden vor dem Ende erlöste Vunguidica die 3736 Zuschauer, als er nach einem missglückten Schuss des ebenfalls eingewechselten Kianz Froese das 2:0 markierte. „Das waren keine Ziegelsteine, das waren Felsbrocken, die mir da vom Herzen gefallen sind“, sagte der Torschütze. Dass, wer solche Spiele gewinnt, auch Meister werden kann, wollte der 29-Jährige aber nicht unterschreiben: „Dafür ist es am zweiten Spieltag zu früh.“

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