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Toller Einsatz bis zur letzten Sekunde

Toller Einsatz bis zur letzten Sekunde

St. Ingbert/Saarburg. Den Handballern der SGH St. Ingbert gelang am Samstag nach einer tollen Mannschaftsleistung und großem Kampf mit einem 32:30 (18:16) über Fortuna Saarburg der zweite Sieg der Saison in der Oberliga RPS und damit ein großer Sprung aus dem Tabellenkeller. Dabei sah es zu Beginn der Partie gar nicht gut aus

St. Ingbert/Saarburg. Den Handballern der SGH St. Ingbert gelang am Samstag nach einer tollen Mannschaftsleistung und großem Kampf mit einem 32:30 (18:16) über Fortuna Saarburg der zweite Sieg der Saison in der Oberliga RPS und damit ein großer Sprung aus dem Tabellenkeller. Dabei sah es zu Beginn der Partie gar nicht gut aus. Saarburg legte los wie die Feuerwehr und erspielte sich schnell eine 5:2-Führung. Zwar gelang zwischenzeitlich der Ausgleich, doch die Wende im Spiel der SGH kam erst, als Trainer Christian Schöller Manuel Weinmann für Rüdiger Lydorf ins Tor stellte und nach langer Verletzungspause in der 16. Minute völlig überraschend Philip Forster einwechselte, der gleich drei Tore erzielen konnte. "Ich war heiß, endlich mitzumischen und bin froh, dass es so gut geklappt hat", freute sich Forster hinterher.

Schöllers Maßnahmen zeigten Wirkung: Die Abwehr stand deutlich stabiler und die Fehler im Angriff wurden minimiert, so dass die SGH nach 22 Minuten erneut ausgleichen und sogar mit einer 18:16-Führung in die Pause gehen konnte. Binnen weniger Minuten gelang es den Gastgebern zu Beginn der zweiten Hälfte jedoch wieder, aus dem Rückstand eine Führung zu machen (23:21, 36.). Doch nach knapp 40 Minuten konnte die SGH diese zurückerobern. Wieder glichen die Fortunen aus und gingen wenig später wieder in Führung (28:27, 48.), bis eine strittige Schiedsrichterentscheidung für Zündstoff im Saarburger Hexenkessel sorgte. Ein Spieler der SGH soll einem Fortuna-Angreifer beim Sprungwurf in die Wurfhand gegriffen haben. Die Folge: Rote Karte für Thorsten Blaumeiser. Unter lauten Protesten auf Feld und Rängen revidierten die Schiedsrichter zwei Mal ihre Entscheidung, so dass es zunächst Jaroslav Dobrovodsky und dann Dominic Mader traf, der runter musste.

Drei Minuten vor Schluss gelang Oliver Küch der Ausgleich und kurz darauf Thorsten Blaumeiser die erneute Führung für die Gäste. Zwei Mal hatten die Gastgeber durch Siebenmeter die Chance, das Spiel noch zu drehen. Doch an Weinmann war kein Vorbeikommen. "Ich konnte nur deshalb so gut halten, weil die Abwehr so gut gestanden hat. Sie hat mir geholfen und ich ihr. Wir waren heute nicht sechs Feldspieler und ein Torwart, sondern eine Einheit", so Weinmann nach der Partie, in der Oliver Küch mit dem 32:30 den umjubelten Schlusspunkt setzte. Trainer Christian Schöllers Bilanz: "Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Sie hat sich in diesem Hexenkessel nicht aus der Ruhe bringen lassen und auch nicht aufgegeben, als wir zwischenzeitlich nur mit vier Feldspielern auf dem Platz standen.

Tore für die SGH: Holger Lührs 12/6, Michael Deckert 8, Thorsten Blaumeiser 5, Philip Forster 3, Oliver Küch 2, Martin Schwarz, Pavel Krizek je 1.