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Boxen
Titelvereinigung soll im Sommer steigen

London. Management von Deontay Wilder will sofortige Verhandlungen mit Anthony Joshua aufnehmen.

(dpa) Der Vereinigungs-Kampf im Schwergewicht soll kommen – und zwar noch in diesem Jahr: Boxweltmeister Deontay Wilder aus den USA ist mit einem Kampf gegen Vierfach-Champion Anthony Joshua in diesem Sommer einverstanden. Wilders Co-Manager Shelly Finkel verkündete in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“ die Bereitschaft zu sofortigen Verhandlungen mit der britischen Seite um Promoter Eddie Hearn.


Der 28 Jahre alte Brite Joshua, Bezwinger von Wladimir Klitschko und ungeschlagen in seinen 21 Profikämpfen (20 davon durch K.o.), hatte sich am vergangenen Samstag im walisischen Cardiff durch einen einstimmigen Punktsieg gegen den Neuseeländer Joseph Parker den WBO-Titel gesichert. Zuvor besaß er bereits den IBF- und WBA-Gürtel sowie den weniger wichtigen IBO-Gürtel. Wilder, der in seinen 40 Profikämpfen unbesiegt ist (39 davon durch K.o.), ist Weltmeister des vierten großen Weltverbandes WBC. Als unumstrittener Champion im Schwergewicht gilt nur, wer die Titel aller vier großen Verbände auf sich vereinen kann.

Wilder sei auch einverstanden mit eine Börsenverteilung von 40 Prozent für ihn und 60 Prozent für Joshua, heißt es. Das Duell könnte im Londoner Wembley-Stadion stattfinden. In der Diskussion ist zudem ein Rückkampf, vermutlich im kommenden Jahr, in den USA. „Wir sind wirklich froh, dass Anthony Joshua zum ersten Mal gesagt hat: Ich will als nächstes gegen Deontay kämpfen“, sagte Wilders Co-Manager Finkel: „Dann soll es nun auch endlich dazu kommen. Und zwar so schnell wie möglich.“