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Tischtennis-Bundesligist mit zwei Siegen
FCS kommt richtig ins Rollen

Faust nach oben: Der Saarbrücker Darko Jorgic freut sich über seine Top-Leistung in den Spielen gegen Mühlhausen und Fulda.
Faust nach oben: Der Saarbrücker Darko Jorgic freut sich über seine Top-Leistung in den Spielen gegen Mühlhausen und Fulda. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Der Tischtennis-Bundesligist zieht ins Pokal-Viertelfinale ein und besiegt in der Liga seinen Angstgegner Fulda. Von Ralph Tiné

Der 1. FC Saarbrücken eilt von Erfolg zu Erfolg. Nachdem der Tischtennis-Bundesligist am Freitagabend mit einem 3:0 gegen Post SV Mühlhausen ins Viertelfinale des DTTB-Pokals eingezogen ist, hat er am Sonntag mit 3:1 in der Liga seine schlechte Bilanz gegen Fulda-Maberzell aufgehübscht. Am Ende gab es eine La-Ola-Welle der Spieler mit den 350 Fans in der Multifunktionshalle der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule.


„Wir sind sehr froh nach den schlechten Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gegen Fulda gemacht hatten. Ab jetzt kommen hoffentlich andere Zeiten“, freute sich FCS-Trainer Slobodan Grujic. Schon der Auftakt von Patrick Franziska war optimal. Der Weltranglisten-15. schlug den Kroaten Tomislav Pucar mühelos mit 3:1. Im zweiten Spiel hatte Darko Jorgic seinen großen Auftritt, als er gegen den Fuldaer Topmann und Abwehrkünstler Wang Xi einen sensationell deutlichen 3:0-Sieg einfuhr und das 2:0 für den FCS herstellte. „Das hätte ich niemals erwartet. Ich habe erst einmal gegen ihn gespielt und verloren. Eigentlich spiele ich nicht so gerne gegen Abwehrspieler – aber ich scheine es ja ganz gut hinzubekommen“, sagte Jorgic.

Im Anschluss kam es zum Duell zwischen Saarbrückens Liao Cheng Ting und dem zweiten Fuldaer Abwehrspieler Ruwen Filus, wobei sich der Saarbrücker mit 0:3 geschlagen geben musste – nur noch 2:1 aus FCS-Sicht. Im letzten Einzel musste Franziska gegen Wang Xi ran. Der Saarbrücker bewies einmal mehr seine gegenwärtige Ausnahmeform und behielt mit 3:0 die Oberhand. Damit hatte der FCS den Angstgegner mit 3:1 bezwungen. „Wir haben ewig nicht mehr gegen Fulda gewonnen. Deshalb war das ein Riesensieg für uns“, freute sich Franziska.



Am Freitag hatten rund 100 Zuschauer an der Hermann-Neuberger-Sportschule das 3:0 gegen Post SV Mühlhausen gesehen. Was rein zahlenmäßig sehr klar erscheint, war ein hart erkämpfter Erfolg. Schon im ersten Spiel hatte Franziska alle Hände voll zu tun, um gegen Lubomir Jancarik die Oberhand zu behalten. Der Nationalspieler lag zwischenzeitlich mit 0:1 und mit 1:2 hinten, bevor er mit einem 11:6 im fünften Satz doch noch das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden und den FCS mit 1:0 in Front bringen konnte. Im zweiten Spiel lag Liao mit 0:2-Sätzen im Rückstand. Dann kämpfte sich der Taiwanese zurück in die Partie und holte sich die übrigen drei Sätze mit 11:7, 11:8 und 11:9. Damit stand es 2:0 für die Saarländer.

Im Anschluss trat Jorgic gegen Ovidiu Ionescu an die Platte. Wie zwei Tage später gegen Wang Xi zeigte der Saarbrücker gegen den Vize-Europameister aus Mühlhausen, warum er als eines der größten Talente im europäischen Tischtennis gilt. Mit einem kaum gefährdeten 3:1 wies Jorgic seinem Gegner die Grenzen auf und brachte den Sieg und den Einzug in die nächste Pokalrunde, die diesen Dienstag ausgelost wird, unter Dach und Fach.