Tischtennis: Niederstrasser gewinnt Dreikönigsturnier in Saarlouis

Tischtennis : Eine Investition in die Zukunft

Rund 270 Teilnehmer mit 750 Meldungen: So lautet die Bilanz des 42. Tischtennis-Dreikönigsturniers der DJK Roden.

Seit inzwischen neun Jahren ist Yannick Motz regelmäßiger Teilnehmer beim Tischtennis-Dreikönigsturnier, das sein Heimverein DJK Roden ausrichtet. Jener Verein, bei dem er vor 14 Jahren mit der Sportart begann. Auch bei der 42. Ausgabe, die am ersten Januarwochenende in der Saarlouiser Stadtgartenhalle stattfand, war der 24-Jährige an der Platte. „Es ist immer das erste Kennenlernen im neuen Jahr – und man trifft viele Freunde. Normal spiele ich immer in der untersten Klasse mit“, erzählt Motz.

Dieses Jahr musste er allerdings aufrücken – aus der D- in die C-Konkurrenz, die sich anhand des sogenannten QTTR-Wertes in der Spielstärke der Teilnehmer unterscheiden. „Leider hatte ich zu viele Punkte gehabt“, berichtet er und muss dabei lachen. Denn damit war er einfach zu gut für seine bisherige Klasse. Dass er in der neuen Konkurrenz in Runde zwei mit 0:3 am späteren Finalisten Markus Dreier (TV Merchweiler) scheiterte, war für ihn dennoch zu verkraften. Schließlich stehe der Spaß am Sport im Vordergrund.

Das sieht auch Florian Fehr vom TTSV Saarlouis-Fraulautern ähnlich, der im B-Einzel und im Doppel mit Vereinspartner Andreas Fontaine am Start war. „Es ist ein schönes Turnier – mit der Möglichkeit, gegen viele fremde und neue Gegner zu spielen.“ Allerdings war für ihn bereits früh Endstation. „Die Weihnachtsfeiertage sind gut gelaufen“, lautete sein nicht ganz ernst gemeintes Fazit, ehe er zu lachen begann und mit den Worten abschloss: „Die Badewanne wartet.“

Allerdings hinterließ er für Veranstalter DJK Roden noch ein Lob: „Ein sehr gutes Turnier, sehr gut organisiert.“ Was bei einer Gesamtzahl von rund 270 Teilnehmern, die zu 750 Meldungen und mehr als 1000 Spielen führten, alleine schon ein kleines Meisterwerk ist. „Zwar war es diesmal kein Rekordjahr, aber ein sehr gutes Jahr“, stellte Carsten Sonntag vom Organisations-Team zufrieden fest. „Dass die Teilnehmerzahl wächst, war mit Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass wir bei den Herren C und B auch in Gruppen gespielt haben. Das kommt bei den Sportlern gut an“. Die Teilnehmer kämen so automatisch auf eine gewisse Anzahl an Spielen.

Damit hatte der Veranstalter aber noch nicht sein ganzes Kontor an Neuerungen ausgeschöpft. Zum ersten Mal kamen die 16 extra für das Turnier angeschafften Tischtennis-Platten zum Einsatz, die der Verein auch mit Unterstützung von Partnern für einen mittleren vierstelligen Betrag angeschafft hatte. Eine Investition in die Zukunft, wie Sonntag erklärt: „Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen sparen wir nun die Logistikkosten für An- und Abtransport der 16 Tische und tun auch etwas in puncto die Nachhaltigkeit. Denn so nehmen wir über zehn Jahre 19 unnötige Transporte von der Straße.“ Der zweite positive Effekt: Die Platten, die allesamt in der Stadtgartenhalle gelagert werden können „ermöglichen uns, in Zukunft auch weitere, größere Turniere ohne riesigen, logistischen Aufwand auszutragen.“ Für die Zukunft ist die DJK Roden also gewappnet.

Spielerische Höhepunkte der drei Turniertage waren die offenen Aktiven-Wettbewerbe „Damen Einzel A“ und „Herren Einzel A“. Die Damen-Konkurrenz gewann Andrea Bruckmann (TTC Konz), die sich 3:1 gegen Annabelle Tan (Malaysia) durchsetzen konnte. Bei den Männern setzte sich mit Sebastien Niederstrasser der Favorit durch. Allerdings musste der Spieler der TTF Illtal beim 3:2 gegen Henry Wiche (TTC Nünschweiler) all sein Könne aufbieten, bis sein Sieg feststand.