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„Thema Techno-Doping ist heiß“

„Thema Techno-Doping ist heiß“

100-Meter-Paralympics-Sieger Heinrich Popow erwartet bei den Spielen in Rio de Janeiro (7. bis 18. September) zahlreiche Sportler mit eigentlich zu großen Prothesen . "Das Thema Techno-Doping ist heiß", sagte Popow gestern. Zahlreiche Athleten machen sich demnach deutlich größer, als sie mit zwei gesunden Beinen eigentlich wären. "Manche Athleten stoßen beim Sitzen mit dem Knie an die Nase, weil der Unterschenkel so lang ist. Das sieht aus wie im Zirkus", erklärte Popow: "Das ist Affentheater, hat nichts mit Leistungssport zu tun. Da muss das IPC schnellstmöglich handeln."

Derzeit legalisiert das Internationale Paralympische Komitees (IPC) falsche Prothesenlängen in Ansätzen sogar durch eine unglückliche Regelung. Das IPC hat erkannt, dass die Prothesenlängen derzeit einer falschen Formel folgen, wird diese aber erst 2017 ändern. In Rio wird diese also zur Geltung kommen. Einseitig Amputierte - und damit auch Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm und ihn - betreffe das Problem aber nicht, stellte Popow klar. "Es bringt mir nichts, eine Prothese schneller zu machen, als mein gesundes Bein laufen kann", erklärte der Leverkusener: "Wenn ich links schneller laufe als rechts, drehe ich mich im Kreis."