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Theater um Ba, Krach beim HSV

Theater um Ba, Krach beim HSV

Hoffenheim/Hamburg. Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim scheint das Tauziehen um seinen Stürmer Demba Ba zu verlieren. Zwei Tage nach dem Machtwort des Vereins, wonach ein Transfer des Senegalesen zum Liga-Rivalen VfB Stuttgart nicht zur Debatte stehe, eröffnete Ba mit einer öffentlichen Gegendarstellung den nächsten Akt im Wechsel-Theater

Hoffenheim/Hamburg. Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim scheint das Tauziehen um seinen Stürmer Demba Ba zu verlieren. Zwei Tage nach dem Machtwort des Vereins, wonach ein Transfer des Senegalesen zum Liga-Rivalen VfB Stuttgart nicht zur Debatte stehe, eröffnete Ba mit einer öffentlichen Gegendarstellung den nächsten Akt im Wechsel-Theater. Er habe sich mit Trainer Ralf Rangnick und Co-Trainer Peter Zeidler getroffen, "und sie sind einverstanden, dass ich gehe. Sie sind natürlich nicht glücklich darüber, aber sie haben gesagt, dass sie nichts mehr dagegen tun werden. Stuttgart und Hoffenheim werden sich jetzt treffen und den Transfer klären", sagte Ba in der "Bild am Sonntag". Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser dementierte Bas Aussagen umgehend. "Es gibt von unserer Seite keinen neuen Stand. Wir wollen Ba nicht abgeben, das haben wir ihm auch mitgeteilt. Er hat noch zwei Jahre Vertrag in Hoffenheim", sagte Schindelmeiser. Doch Ba, der 14 Bundesligatore erzielte, denkt gar nicht daran, weiter im Kraichgau auf Torejagd zu gehen. "Ich möchte Champions League spielen", betonte der 24-Jährige. Während die Zeichen wohl auf Trennung stehen, haben die Hoffenheimer nach dem Brasilianer Maicosuel mit dem 18-jährigen Argentinier Franco Zuculini einen weiteren talentierten Ballzauberer aus Südamerika verpflichtet. Der Jung-Nationalspieler, auch von anderen europäischen Top-Vereinen heftig umworben wurde, kommt für 4,6 Millionen Euro vom Racing Club Avellaneda aus Buenos Aires. Zuculini gilt als Liebling von Nationaltrainer Diego Maradona, der dem Mittelfeldspieler eine große Zukunft voraussagt.14 Tage vor dem Trainingsstart ist beim Hamburger SV derweil ein offener Machtkampf zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer entflammt. Streitpunkt ist die Transferpolitik. Der HSV hat bis zu 16 Millionen Euro in der Schatulle, aber noch keinen neuen Spieler präsentiert. "Es gibt unterschiedliche Bewertungen der letzten Saison", bestätigte Hoffmann den Streit zwischen den beiden Vorständen. Für den Wochenanfang ist eine Krisensitzung mit dem Personalausschuss des Aufsichtsrats geplant, der die beiden Vorstände anhören wird und schlichten soll. dpa