Testlauf für die Titelambitionen des 1. FC Saarbrücken

Tischtennis : Testlauf für die Titelambitionen

Der 1. FC Saarbrücken, Spitzenreiter der Tischtennis-Bundesliga, trifft auf die direkten Konkurrenten Ochsenhausen und Düsseldorf.

Für Besinnlichkeit bleibt den Tischtennisspielern des 1. FC Saarbrücken in der Vorweihnachtszeit nicht viel Gelegenheit. An diesem Freitag um 19 Uhr will der Herbstmeister der Bundesliga zum Rückrunden-Auftakt die Tabellenführung gegen den amtierenden deutschen Meister TTF Ochsenhausen in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle verteidigen. Schon am Sonntag um 15 Uhr geht es in der nationalen Liga beim Rekordmeister Borussia Düsseldorf weiter. Beide Hinspiele hatte der FCS gewonnen und damit den Grundstein zu einer bis dato hervorragenden ersten Saisonhälfte gelegt.

Auch nach den beiden Bundesliga-Duellen bleibt den Blau-Schwarzen nur ein Tag Zeit zur Erholung, bevor am Dienstag in der Champions League der KS Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki in Saarbrücken antritt. „Den zweiten Gruppenplatz haben wir ja schon sicher. Jetzt sollten wir gegen Bogoria gewinnen, um Tabellenerster zu werden und so den stärksten Mannschaften im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen“, gibt Spitzenspieler Patrick Franziska die Marschrichtung in Europas Königsklasse vor.

Wiederum nur zwei Tage später, am kommenden Donnerstag, geht es für den FCS zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase nach Frankreich zum Ping Pong Club Villeneuvois. „Das Programm ist schon heftig. Das ist nicht einfach, aber das war klar im vorolympischen Jahr. Außerdem haben wir es uns so ausgesucht, und es macht ja auch Spaß“, sagt Franziska zu der Terminhäufung zum Jahresende.

Bevor die Champions League in den Fokus rückt, liegt die Konzentration des FCS auf der Bundesliga. Dort warten nach Franziskas Einschätzung die beiden stärksten Gegner im Kampf um die deutsche Meisterschaft. „Ochsenhausen, Düsseldorf und wir sind nominell sicher die besten Mannschaften. Im Moment liegen wir vorne, aber alles ist sehr eng. Wenn wir gegen beide verlieren, stecken wir wieder voll drin im Kampf um die Playoff-Plätze“, sagt die Nummer eins der Saarbrücker. Bei dem Dreikampf sieht Franziska die Borussia vom Rhein eine Nasenlänge vorn: „Ich denke, die drei Mannschaften liegen auf Augenhöhe. Aber wenn es richtig drauf ankommt, ist Düsseldorf der Favorit, weil sie mit Timo Boll den herausragenden Mann an den Start bringen.“

Bei der Verfolgung des erklärten Saisonziels, mindestens einen Titel gewinnen zu wollen, liegt das Augenmerk des FCS vor allem auf den nationalen Wettbewerben. Aber auch in der europäischen Königsklasse ist das Team nach Einschätzung seines besten Spielers nicht chancenlos. „Orenburg und Jekaterinburg sind sehr stark. Aber ich sehe uns mit Düsseldorf und denen auf Augenhöhe. Wir rechnen natürlich nicht mit dem Titel in der Champions League. Aber da ist auch was drin für uns“, sagt die Nummer 15 der Weltrangliste selbstbewusst und fügt hinzu: „National ist sicher mehr drin. Aber wir spielen in drei Wettbewerben, und ich denke, dass auch überall was zu holen ist.“

Der deutsche Pokalsieger wird am 4. Januar in Neu-Ulm ausgespielt. Gewinnt der FCS sein Halbfinale gegen den ASV Grünwettersbach, wartet im Anschluss im Endspiel der Sieger zwischen Ochsenhausen und Düsseldorf. Die Ligaduelle nun bieten also eine gute Gelegenheit, vor dem ersten Höhepunkt der Saison gegen die direkte Konkurrenz eine Duftmarke zu setzen.