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Symbolfigur für den Neustart

Symbolfigur für den Neustart

Mit der bevorstehenden Rückkehr von Ilkay Gündogan nach 14 Monaten ist der beschworene Neustart von Borussia Dortmund nach dem verpatzten Saisonbeginn verbunden. Aktuell steht der BVB nur Rang auf 13.

Erleichterung und Vorfreude sind Ilkay Gündogan anzusehen. Er strahlt übers ganze Gesicht. Der Rücken bereitet keine Probleme mehr, die Tests hat der Nationalspieler bestanden. Es naht der Tag der Rückkehr, den er so herbeigesehnt hat. "Der Plan ist, dass ich am Wochenende im Spiel beim 1. FC Köln im Kader stehe", sagt der 23-Jährige mit Blick auf Gastspiel des deutschen Fußball-Vizemeisters Borussia Dortmund an diesem Samstag (15.30 Uhr) und der Hoffnung auf seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz seit 430 Tagen.

Auch Reus und Mchitarjan fit

Den ersten Sieg gegen Köln hat der BVB mit Gündogan im verstärkten U23-Team bereits am Mittwoch gelandet - allerdings gegen den Regionalligisten Viktoria im letzten Härtetest (3:2). Mit von der Partie waren auch die Rekonvaleszenten Marco Reus und Henrich Mchitarjan. Das Lazarett beim Tabellen-13. lichtet sich zusehends, und längst ist Gündogan zur Symbolfigur für den beschworenen Neustart nach dem verpatzten Saisonbeginn geworden.

"Es ist ein richtig geiles Gefühl, wieder zu spielen", sagt Gündogan. Vorbei ist die Zeit der Ungewissheit um Diagnosen und Therapien, erst recht der Spekulationen um eine Rückkehr. Am 10. August vergangenen Jahres bestritt Gündogan sein letztes Bundesliga-Spiel (4:0 in Augsburg), seinen letzten Pflichtspieleinsatz im Nationalteam beim 3:3 in Kaiserslautern gegen Paraguay.

Zunächst soll es ein Wirbelgleiten gewesen sein, dass ihn außer Gefecht setzte und unter anderem die Teilnahme an der WM in Brasilien kostete. Schließlich wurde eine Entzündung an der Nervenwurzel eines Lendenwirbels festgestellt. Die monatelange konservative Behandlung mit einigen Rückschlägen brachte keinen Erfolg, erst eine Operation im Juni neue Zuversicht. "Das war die beste Entscheidung meiner bisherigen Karriere ", sagt Gündogan, der glaubt, dass er auf dem Weg zu alter Stärke sei.

Härteste Phase der Karriere

Und den beschreitet er mit einem Ehrgeiz, dass ihn Trainer Jürgen Klopp bremsen muss. "Es war der Plan, in der Länderspielpause gut zu trainieren und mit den Testspielen nochmal einen Schritt nach vorne zu machen", sagt Gündogan, der von der "härtesten Phase meiner Karriere " spricht.

Mit den zunehmenden Sorgen um Gündogans Genesung waren auch die Schlagzeilen um interessierte Spitzenclubs wie Real Madrid verschwunden. Die Gespräche über einen neuen Vertrag endeten im Mai vorerst mit einer Verlängerung um ein weiteres Jahr bis 2016. Um seine Zukunft mache er sich keine Gedanken, erst müsse er wieder vollkommen fit sein, findet Gündogan heute.

Sicherlich wird Klopp seinen Strategen nach 14-monatiger Abstinenz nicht sofort über 90 Minuten in die Schlacht schicken, zumal die Borussen in den kommenden 22 Tage sieben Partien in der Liga, Champions League und DFB-Pokal vor der Brust haben. Ebenso dürfte Klopp wohl mit Reus und Mchitarjan verfahren.

Mit der Rückkehr seiner torgefährlichen Mittelfeld-Stars und dem Ende der Verletztenmisere will der BVB nach bisher nur sieben Punkten nach sieben Spieltagen und bereits vier Niederlagen seine Aufholjagd starten. "Wir kommen wieder und werden zurückschlagen", hatte Klopp prophezeit. Der Ansage sollen bereits in Köln Taten folgen.