2. Bundesliga SV Elversberg unterliegt 1. FC Nürnberg nach hartem Kampf

Neunkirchen · Es war das letzte Heimspiel des Jahres: Die SV Elversberg empfing den 1. FC Nürnberg, konnte sich aber nicht durchsetzen – trotz vieler Chancen.

SV Elversberg unterliegt 1. FC Nürnberg nach hartem Kampf
Foto: dpa/Mario Hommes

Die SV Elversberg musste an diesem Sonntag das zweite Advents-Lehrgeld in Folge bezahlen. Gegen den 1. FC Nürnberg verloren die Saarländer mit 0:1.

Dabei war die SVE ähnlich wie am ersten Advent in Berlin das klar überlegene Team und nutzte aber eine Vielzahl an guten Möglichkeiten nicht. SVE-Trainer Horst Steffen konnte nach zwei Wochen des erkältungsbedingten Improvisierens wieder mit seiner vermeintlichen Wunschformation beginnen.

Im Vergleich zur 1:5-Niederlage vor einer Woche gegen Hertha BSC spielte Carlo Sickinger wieder für Kapitän Kevin Conrad in der Innenverteidigung und im Mittelfeld spielte Semih Sahin für Thore Jacobsen von Beginn an. Ganz vorne war Topstürmer Luca Schnellbacher wieder dabei, der auch die Kapitäns-Binde trug. Er spielte für Paul Wanner.

Vor 8150 Zuschauern in der ausverkauften Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde feuerte Schnellbacher in der zweiten Minute den ersten Schuss auf das Nürnberger Tor ab, doch der Ball wurde geblockt. In der dritten Minute schoss Sahin den Ball aus 16 Metern nur Zentimeter neben das Gäste-Tor. Es ging aus saarländischer Sicht direkt mit viel Dampf los.

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Foto: SV Elversberg

Nach neun Gegentoren aus den beiden vergangenen Ligaspielen dachten die Nürnberger gar nicht daran, in der Offensive großes Risiko zu gehen. Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiél zog sich beim Elversberger Spielaufbau bis zehn Meter vor die Mittellinie zurück. Trotzdem kamen die Gäste gefährlich vor das SVE-Tor. Nach einem Konter in der 18. Minute stand Daichi Hayashi zwei Meter vor der SVE-Kiste einschussbereit, aber Maurice Neubauer konnte im letzten Moment klären. Es war die erste von zwei Torchancen der Nürnberger in der ersten Halbzeit.

Ansonsten spielte nur die SVE, deren starke Kombinationen aber meistens nur bis zum Strafraum gingen. Die Abschlüsse von Manuel Feil, Schnellbacher und Fellhauer verfehlten das Tor teilweise um mehrere Meter. Und in der letzten Minute der Nachspielzeit vor der Pause hatten die Nürnberger dann die Mega-Chance: Nach einem Fehlpass von Sickinger an der Mittellinie lief Nürnbergs Benjamin Goller alleine auf das SVE-Tor zu. Torhüter Nicolas Kristof kam heraus und Goller lupfte den Ball an die Querlatte – mächtig Dusel für die Elversberger.

Dafür ging es im zweiten Durchgang gleich mit saarländischer Überlegenheit weiter. Jannik Rochelt spielten am Gästestrafraum zu ungenau zusammen und eine mögliche Großchance verpuffte (48.). Zwei Minuten später ging der Ball nach einem 16-Meter-Schuss von Schnellbacher zur Zentimeter am Tor vorbei. In der 55. Minute feuerte Rochelt aus spitzem Winkel knapp über das Tor. Wie in der Berlin ließen die Elversberger richtig gute Möglichkeiten ungenutzt.

Und es wurde noch schlimmer. In der 60. Minute lief Schnellbacher alleine auf das Nürnberger Tor zu und schoss an die Latte. Beim Nachschuss scheiterte Sahin aus 16 Metern am stark parierenden Christian Mathenia im Nürnberger Tor. Es war in dieser Phase ein Spiel auf ein Tor und die Gäste kamen gar nicht mehr über die Mittellinie. Stock knallte in der 63. Minute aus 16 Metern auf die Kiste und wieder hielt Mathenia mit einer Glanzparade.

Es war auch die letzte Aktion von Mathenia, der in der 68. Minute mit Muskelproblemen ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Carl Klaus direkt von der Bank zwischen die Pfosten. Da der Wechsel minutenlang dauerte, war der Elversberger Spielfluss gebrochen. Plötzlich kamen die Nürnberger stärker auf und hatten drei gute Freistoß-Situationen um den Elversberger Strafraum herum. Alle drei Situationen brachten aber nichts ein. Dafür aber die Aktion in der 83. Minute. Nürnberg konterte, Jan Gyamerah passte flach in den SVE-Strafraum und dort verwandelte Hayashi aus fünf Metern eiskalt zum 0:1 (83.). Wie schon in Berlin wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die Elversberger wirkten am Ende kraftlos und konnten auch in der achtminütigen Nachspielzeit die Partie nicht mehr drehen.

In ihrem letzten Spiel des Jahres ist die SVE am Sonntag, 17. Dezember, 13.30 Uhr zu Gast beim Karlsruher SC.

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