2. Liga SV Elversberg verkauft sich in Hamburg teuer, holt aber keine Punkte

Update | Hamburg · Knappe Niederlage im Duell gegen den großen Aufstiegsfavoriten Hamburger SV. Die SV Elversberg hat am Sonntag in Hamburg mit 0:1 verloren. Der Treffer des Tages fiel nach einem folgenschweren Fehler.

Live-Ticker zum Nachlesen – SVE verliert mit 0:1 beim HSV​
Foto: IMAGO/Lobeca/IMAGO/Henning Rohlfs

Die SV Elversberg hat an diesem Sonntagnachmittag das erste Mal in dieser Saison richtiges Fracksausen in der 2. Fußball-Bundesliga. Beim Hamburger SV verlor die extrem nervöse SVE mit 0:1 und bescherte dem neuen HSV-Trainer Steffen Baumgart ein Traumdebüt. Dabei spielten die Saarländer gefühlt so viele Fehlpässe, wie bislang in der gesamten Saison zusammen.

SV Elversberg gegen Hamburger SV: SVE musste Ausfälle verkraften

Einen der vielen SVE-Fehler nutzte Ransford Königsdörffer in der 53. Minute zum Tor des Tages. Die SV Elversberg musste vor dem Spiel die ersten Rückschläge hinnehmen. Linksverteidiger Maurice Neubauer war wegen einer Erkältung nicht im Kader. Ausgerechnet Neubauer, der beim 2:1-Sieg der SVE im Hinspiel Hamburgs Topspieler Bakery Jatta komplett aus dem Spiel nahm. Für Neubauer spielte Arne Sicker zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an. Es war die einzige Änderung in der Startelf im Vergleich zum 3:1-Sieg vor einer Woche gegen den VfL Osnabrück.

Zudem musste Joker-Stürmer Wahid Faghir erneut wegen muskulären Problemen passen. Trotzdem entschied sich SVE-Trainer Horst Steffen für ein offensives System mit Vierer-Abwehrkette und vier offensiven Spielern. Vor 54 190 Zuschauer gingen die ersten Minuten klar an die Elversberger, doch der HSV hatte die Großchancen. Nach einem Fehlpass von Sicker lief Ransford Königsdörffer alleine auf das SVE-Tor zu, doch Torhüter Nicolas Kristof konnte mit dem Fuß klären (5.). Nur wenige Sekunden später kam Immanuel Pherai aus elf Metern zum Abschluss und erneut war Kristof zur Stelle und verhinderte den frühen Rückstand.

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Kurz vor der Halbzeitpause wurde es ein Schlagabtausch

Die Elversberger wirkten vor der Mega-Kulisse nervös und brachten die Hanseaten durch einfache Fehler immer wieder zu gefährlichen Aktionen vor dem Tor. Nach einer Viertelstunde kam die SVE kaum noch aus der eigenen Spielhälfte raus und stand unter Dauerdruck. Trotzdem kam die SVE in der 22. Minute zum ersten Torabschluss. Ein Kopfball von Luca Schnellbacher aus neun Metern landete genau in den Armen von HSV-Schlussmann Matheo Raab. Die erste Offensiv-Aktion der SVE hatte aber zur Folge, dass die Steffen-Elf wieder besser ins Spiel kam.

Die nächste Torchance hatten allerdings wieder die Hamburger. Erneut hielt Kristof einen Schuss aus zwölf Metern von Königsdörffer (34.). In der 41. Minute waren die Elversberger wieder an der Reihe. Jannik Rochelt setzte sich auf der linken Seite durch. Seine Flanke nahm Paul Wanner in der Mitte direkt, doch der Ball segelte hauchdünn am zweiten Pfosten vorbei. In der 44. Minute konnte Raab einen Schuss von Semih Sahin ins Toraus parieren. Es gab den prognostizierten offensiven Schlagabtausch zwischen dem Aufsteiger und dem Aufstiegsaspiranten aus dem Norden, aber die Tore blieben in den ersten 45 Minuten noch verriegelt.

Folgenschwerer Fehler sorgt für einziges Tor der Partie

Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit sah SVE-Rechtsverteidiger Hugo Vandermersch nach einem Foulspiel die Gelbe Karte. Es ist Vandermerschs fünfte in dieser Saison und somit ist der Franzose am kommenden Wochenende gegen den SV Wehen Wiesbaden gesperrt. Auch die Elversberger Leichtsinnsfehler gingen nach der Pause weiter. Nach einem Fehlpass von Innenverteidiger Florian Le Joncour konnte Kristof mal wieder gegen Pherai halten (49.). In der 52. Minute wurde die SVE aber bestraft.

Anstatt den Ball ins Seitenaus zu klären spielte Sicker den Ball blind über seinen Kopf in die Spielfeldmitte. Robert Glatzel passte auf Königsdörffer, der den Ball humorlos zum 1:0 für den HSV unter die Latte hämmerte. In der 60. Minute verlor Sicker den Ball in der Vorwärtsbewegung, Glatzel lief alleine auf das SVE-Tor zu und Innenverteidiger Lukas Pinckert konnte den Ball im letzten Moment klären. In der Schlussoffensive standen bei der SVE mit Schnellbacher, Dominik Martinovic und Kevin Koffi gleich drei Stürmer auf dem Platz, doch die Torchance zum Ausgleich gab es nicht mehr. Da die Kellerkinder der Liga ebenfalls an diesem Spieltag verloren haben, bleibt der Abstand auf die Abstiegsränge für die SVE bei zehn Punkten. Am nächsten Sonntag, 3. März, 13.30 Uhr, empfängt die SV Elversberg den SV Wehen Wiesbaden an der Kaiserlinde.

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