Heftige Pleite in der 2. Bundesliga Trotz besserem Spiel und klaren Chancen – Elversberg verliert 1:5 in Berlin

Berlin · Was für ein verrücktes Spiel der SV Elversberg: Die SVE verlor an diesem Sonntag in der 2. Bundesliga mit 1:5 gegen den Hertha Sportclub in Berlin.

Fotos: SV Elversberg kassiert 1:5-Pleite in Berlin​
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SV Elversberg kassiert 1:5-Pleite in Berlin

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Foto: dpa/Soeren Stache

Was für ein verrücktes Spiel der SV Elversberg in der Bundeshauptstadt. Die SVE verlor an diesem Sonntag in der 2. Bundesliga mit 1:5 gegen den Hertha Sportclub in Berlin. Dabei konnte es für die Saarländer nicht unglücklicher laufen. Die Mannschaft von Trainer Horst Steffen war über weite Strecken der Partie klar besser und hatte eine Vielzahl an guten Torchancen. Am Ende gab es eine Packung.

Elversberg-Trainer Horst Steffen musste Startelf umbauen

Horst Steffen musste seine Startelf im Vergleich zum 4:1-Sieg gegen den SC Paderborn deutlich umbauen. Sieben Spieler waren unter der Woche erkältet. Darunter auch Toptorjäger Luca Schnellbacher, der in Berlin gar nicht im Kader war. Auch Ersatz-Stürmer Dominik Martinovic fehlte. Für ihn spielte die 17-jährige Leihgabe des FC Bayern München, Paul Wanner, ganz vorne. Für den ebenfalls erkrankten Semih Sahin (trotzdem Bank) spielte Thore Jacobsen und für den gelb-gesperrten Carlo Sickinger stand Kapitän Kevin Conrad in der Innenverteidigung.

Vor 33 097 Zuschauern ging im Olympiastadion direkt die Post ab. Wanner erzielte nach Kopfballvorlage von Manuel Feil aus sechs Metern bereits in der 4. Minute das erste Tor für die SVE, doch Schiedsrichter Sven Jablonski gab das Tor nach Videosbeweis wegen Handspiel von Wanner nicht. Vier Minuten später wurde es verrückt. Paul Stock zog aus zehn Metern ab und Linus Gechter blockte den Ball gerade noch ins Toraus. Nach dem anschließenden Eckball scheiterte Stock aus 14 Metern an Hertha-Schlussmann Ernst Tjark. Robin Fallhauer kam zwei Meter vor dem Tor zum Nachschuss und Tjark hielt den Ball mit einem Wahnsinns-Fußreflex. Es spielte nur die SVE, aber die Berliner gingen in der 12. Minute mit 1:0 in Führung.

2. Bundesliga: Das ist der Kader der SV Elversberg 2023/2024
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Das ist der Kader der SV Elversberg 2023/2024

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Foto: dpa/Harald Tittel

Gechter macht aus Getümmel heraus das 1:0 für Berlin

Nach einem Eckball erzielte Gechter aus einem Getümmel heraus das 1:0. Die Saarländer machten das Spiel, schossen aber keine Tore. Das änderte sich in der 15. Minute durch den Mann mit dem passenden Namen. Thore Jaconsen zog aus 22 Metern einfach mal ab und traf links oben zum 1:1-Ausgleich. Die SVE spielte weiter bedingungslos nach vorne und wackelte hinten nach Standards. In der 23. Minute gab es den nächsten Eckball, das nächste Getümmel und Florian Niederlechner drückte den Ball aus vier Metern zum 2:1 über die Linie. Ein Zwischenstand, der das Geschehen auf dem Platz überhaupt nicht widerspiegelte. Feil (34.) und Stock (36.) probierten es aus 16 Metern, trafen aber beide das Tor nicht. Nach einem Fehlpass von Berlins Deyovaisio Zeefuik stand Wanner in der 45. Minute frei vor dem Tor, schob den Ball aber Zentimeter am zweiten Pfosten vorbei.

Nach der Halbzeit kam bei der SVE Sahin in die Partie

Nach der Pause kam bei der SVE Sahin in die Partie. Er ersetzte Hugo Vandermersch, der in einem Zweikampf mit Zeefuik umknickte. Die SVE machte genau dort weiter, wo sie in den ersten 45 Minuten aufgehört hatte. Wanner zog in der 48. Minute aus 14 Metern ab und Marton Dardai blockte den Ball zur Ecke. Danach verflachte die Partie etwas. Das nutzte Berlins bester in den vergangenen Wochen, Pascal Klemens, für den Pass des Tages in der 61. Minute. Aus 30 Metern schickte Klemens Niederlechner mit einem Zuspiel in die Gasse allein auf SVE-Tor. Niederlechner zog direkt ab und traf zum 3:1. Es war die Vorentscheidung und fünf Minuten später sorgte Niederlechner auch für die Entscheidung.

In puncto Ergebnis und Spielglück war die Hertha ganz vorne

Er schoss aus 14 Metern aus der Drehung und Maurice Neubauer fälschte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. In puncto Ergebnis und in puncto Spielglück war die Hertha ganz vorne. Und es kam noch dicker für die Elversberger. In der 70. Minute nagelte Jonjoe Kenny den Ball nach einem Abpraller aus 16 Metern und die Querlatte zum 5:1. SVE konnte sich für ihre Überlegenheit in Berlin überhaupt nichts kaufen mit dem Vier-Tore-Rückstand wurde den Saarländern auch der Stecker gezogen.

2. Liga: SV Elversberg verliert 1:5 gegen Hertha BSC​
Foto: IMAGO/Fussball-News Saarland/IMAGO/Fabian Kleer

Am kommenden Sonntag, 10. Dezember, 13.30 Uhr empfängt die SV Elversberg den 1. FC Nürnberg zum vorletzten Spiel des Jahres.

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