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Jugendfußball
SVE hofft noch auf doppelte Bundesliga

Trainer Sebastian Schummer kämpft mit der U17 der SVE um den Bundesliga-Verbleib.
Trainer Sebastian Schummer kämpft mit der U17 der SVE um den Bundesliga-Verbleib. FOTO: Andreas Schlichter
Elversberg. Die Elversberger U19 steht vor der Regionalliga-Meisterschaft, die U17 steckt im Abstiegskampf. Von Heiko Lehmann

Für die SV Elversberg beginnen an diesem kommenden Wochenende die Wochen der Wahrheit. Allerdings weniger bei den Herren, da trudelt die Saison nur noch aus. Anders ist es in den beiden Topmannschaften des Nachwuchsleistungszentrums, U19 und U17.


Sieben Spieltage vor dem Rundenende führt die A-Jugend die Tabelle der Regionalliga Südwest mit acht Punkten vor dem 1. FC Saarbrücken an. Am Sonntag (13 Uhr) empfängt das Team von Trainer Marijan Kovacevic Wormatia Worms im Stadion an der Kaiserlinde. „Die Jungs haben sich diese tolle Position erarbeitet. Ich gehe davon aus, dass sie auch Meister machen wollen“, sagt der 44-Jährige lachend. Steht die SVE auch nach dem letzten Spieltag am 3. Juni ganz oben, geht es in der Relegation um den Bundesliga-Aufstieg gegen den Hessenmeister. Dort führt derzeit ähnlich souverän der FSV Frankfurt die Tabelle an (zwölf Punkte Vorsprung).

„Ich mache mir noch keine Gedanken um die Relegation. Wir haben nur acht Punkte Vorsprung und spielen noch gegen den FCS“, sagt Kovacevic. Der gebürtige Hamburger hatte die A-Jugend im Vorjahr zur Vizemeisterschaft. Nun könnte er noch eins draufsetzen, bevor er im Sommer zu den Stuttgarter Kickers wechselt und dort die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums übernimmt. „In Stuttgart wohnt meine Familie, dort ist mein Lebensmittelpunkt. Es waren zwei schöne Jahre in Elversberg, wir konnten viel entwickeln“, sagt er.

Für Sebastian Schummer, den Trainer der Elversberger B-Jugend, geht dieser Prozess weiter. Der 27-Jährige ist bereits seit zehn Jahren am Spielfeldrand dabei. Mit 17 fing er bei den Minis an, nun ist er Trainer in der B-Jugend-Bundesliga, wo die U17 nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte spielt. Nachdem die SVE in der Saison 2015/2016 mit nur zwölf Punkten abgeschlagen Schlusslicht wurde, sieht es in dieser Saison etwas besser aus. Sechs Spieltage vor Schluss hat das Team 20 Punkte auf dem Konto. Allerdings reicht dies bislang nur zum vorletzten Platz.

An diesem Sonntag (11 Uhr) empfängt die SVE den 1. FC Kaiserslautern, der als Drittletzter ebenfalls auf einem Abstiegsplatz steht, zum Kellerduell an der Kaiserlinde. Beim FCK wurde Trainer Jens Kiefer zuletzt freigestellt, weil vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass er im Sommer zurück zur SVE wechselt, dort die U19 und Gesamtleitung des NLZ übernimmt. Kiefer will sich vor der Partie nicht äußern.



Bei einer Niederlage am Sonntag könnte der Abstand der SVE auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf elf Punkte anwachsen, nur ein Sieg hält die Hoffnung auf den Ligaverbleib am Leben. „Wir wissen, dass unsere Ausgangslage schwierig ist. Wir haben mit dem FC Bayern, dem VfB Stuttgart und Mainz 05 auch noch die Topmannschaften der Liga als Gegner. Aber es geht bei uns um mehr als nur Punkte“, sagt Schummer und meint damit die gesamten Fortschritte, die das Elversberger NLZ Jahr für Jahr macht.

„Alle anderen Bundesligisten haben Internate, in denen Spieler aus ganz Deutschland oder teilweise der ganzen Welt sind. Wir haben ein Einzugsgebiet von 50 Kilometern“, erklärt Schummer, der dennoch große Erfolge sieht: „Wenn sich heute ein Jugendspieler im Saarland für die SV Elversberg oder den 1. FC Saarbrücken entscheiden muss, dann kommt der Großteil zu uns. Das war vor wenigen Jahren noch anders.“