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SVE hat im Derby die Nase vorn

SVE hat im Derby die Nase vorn

Homburg. Es war wohl dem fiesen Wetter mit kühlen Temperaturen und Dauerregen geschuldet, dass sich zum Fußball-Regionalliga-Derby zwischen dem FC Homburg und der SV Elversberg am Freitagabend nur 1138 Zuschauer, davon geschätzte 200 Gäste-Fans, ins Homburger Waldstadion verirrten

Homburg. Es war wohl dem fiesen Wetter mit kühlen Temperaturen und Dauerregen geschuldet, dass sich zum Fußball-Regionalliga-Derby zwischen dem FC Homburg und der SV Elversberg am Freitagabend nur 1138 Zuschauer, davon geschätzte 200 Gäste-Fans, ins Homburger Waldstadion verirrten. Am Ende hatten sie ein 1:0 für Elversberg gesehen - und ein Spiel, dass weniger von fußballerischer Klasse als von seiner Intensität lebte.Beide Mannschaften zeigten sich engagiert. Echte Torraumszenen gab es allerdings kaum. Erst in der 27. Minute musste Homburgs Robin Vogtland einen Kopfball von Lukas Billick auf der Torlinie klären. In der Folge wurde das Spiel deutlich munterer. In der 30. Minute blieb ein Schuss von Carsten Lutz an einem gegnerischen Fuß hängen. Nur Sekunden später hätte ein Freistoß für die Gäste an der Strafraumgrenze des FCH fast die Führung für die SVE gebracht. Doch Daniel Jungwirth traf nur die Querlatte und scheiterte auch beim Nachschuss am sich in den Ball werfenden André Kilian.

Nun war, auch wegen einiger fragwürdiger Entscheidungen von Schiedsrichter Philip Schmitt, Feuer im Spiel. Quasi mit Schlusspfiff der ersten Hälfte verpasste Yannick Tewelde mit einem Freistoß aus gut 16 Metern das SVE-Tor nur um Zentimeter. So ging es torlos und unter "Schieber, Schieber"-Rufen der Homburger Fans für den Schiri in die Halbzeitpause.

Auch nach Wiederanpfiff gingen beide Teams keinem Zweikampf aus dem Weg. Zwar gab es auch Strafraumszenen auf beiden Seiten, wirklich Zwingendes war aber nicht dabei. Das 1:0 für die SVE durch Sebastian Wolf in der 68. Minute, dem ein Freistoß vor dem FCH-Tor voranging, fiel denn auch etwas unerwartet. Eine Minute später hätte Marcel Schug die Vorentscheidung markieren können, zielte aber knapp am Kasten vorbei. Homburg warf noch einmal alles nach vorne, fand aber gegen die konzentriert verteidigenden Gäste kein Durchkommen, so dass es beim 1:0 für Elversberg blieb.

FCH-Trainer Christian Titz war der Frust nach der Partie anzumerken: "Das war für uns eine unverdiente Niederlage. Wir werden leider immer wieder durch eine Standardsituation bestraft", sagte Titz, für den der Pfiff, der zum Tor führte, ungerechtfertigt war. Sein Elversberger Pendant Jens Kiefer sah "ein richtig gutes Spiel von beiden Seiten", wusste aber auch, dass der Sieg etwas glücklich zustande kam. "Unsere Stärke bei Standards hat uns das Spiel gerettet. Ob verdient oder nicht, ist mir dabei scheißegal", sagte der Trainer mit der guten Laune des Derbysiegers und Tabellenführers. "Ob verdient oder nicht,

ist mir scheißegal."

 Elversbergs Stürmer Abedin Krasniqi, rechts, schirmt hier den Ball vor dem Homburger Marc Buchmann ab. Foto: Schlichter
Elversbergs Stürmer Abedin Krasniqi, rechts, schirmt hier den Ball vor dem Homburger Marc Buchmann ab. Foto: Schlichter

Elversbergs Jens Kiefer zum 1:0-Sieg in Homburg