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SVE auf den Spuren der Bayern

SVE auf den Spuren der Bayern

Stürmer Angelo Vaccaro, mit sieben Toren bislang erfolgreichster SVE-Angreifer in dieser Saison, ist wegen seiner Roten Karte für drei Spiele gesperrt worden. Wer ihn ersetzen soll, weiß Trainer Dietmar Hirsch noch nicht.



Die SV Elversberg hat den Sprung in die Spitzengruppe der 3. Liga nach der 0:2-Niederlage am vergangenen Sonntag beim Chemnitzer FC verpasst. Zum dritten Mal in dieser Saison ließen die Elversberger diese Chance ungenutzt. "Ich mache mir ernsthaft Gedanken, woran das liegt. Immer wenn wir diesen Schritt machen können, schaffen wir es nicht. Das ist nervig. Es geht nicht allein um die Spitzengruppe, sondern auch darum, den Abstand zum Tabellenkeller zu vergrößern", sagte SVE-Trainer Dietmar Hirsch gestern. "Wir sind im Sturm aggressiv und im Mittelfeld. Und je näher es in Richtung unseres Tores geht, um so braver werden wir. Dort müssen wir genauso hart in die Zweikämpfe gehen wie überall auf dem Platz", sagte Hirsch.

Bei zwei der vergangenen drei Gegentreffer konnten gegnerische Stürmer ohne große Gegenwehr in den SVE-Strafraum eindringen. "Die Spieler sollen sich mal vorstellen, es klingelt bei ihnen an der Haustür, und es will jemand rein, um ihnen die Freundin wegzuschnappen. Das ist die gleiche Situation wie vorm Strafraum. Da darf nicht lange gefackelt werden", stellte Hirsch mit plakativen Worten dar.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen Borussia Dortmund II gesellt sich nun ein weiteres Problem hinzu. Nach seiner Roten Karte wegen einer Tätlichkeit gegen Chemnitz wurde Stürmer Angelo Vaccaro gestern für drei Spiele gesperrt. Vaccaro hatte sich für sein Verhalten vor der Mannschaft entschuldigt. Zudem fehlt mit Felix Luz (Aufbautraining nach Meniskus-Operation) der zweite Topstürmer der SVE. Vaccaro (sieben) und Luz (vier) haben zusammen elf der bislang 17 SVE-Saisontore geschossen.

Trainer Hirsch weiß noch nicht genau, wie er dieses Problem löst. "Wir werden in den kommenden beiden Tagen die Dortmunder analysieren und dann entscheiden, wie wir spielen. Es kann auch sein, dass wir wie der FC Bayern München mal ohne Stürmer spielen", erklärte Hirsch.